Frankreich droht General Electric (GE) mit einer Strafe, wenn der amerikanische Industriegigant es versäumt, bis Ende dieses Jahres tausend neue Arbeitsplätze im Land zu schaffen, zu deren Eröffnung er sich verpflichtet hat.
Die französische Arbeitsministerin Muriel Penicaud erklärte, dass GE mit einer Geldstrafe von 50.000 € für jede neue Stelle rechnen muss, die nicht eröffnet wurde. Dieser Schritt könnte ein Test für die Bemühungen von Präsident Emmanuel Macron sein, unternehmensfreundliche Politiken zu stärken.
Konkret verpflichtete sich GE mit der Übernahme der Energiesparte von Alstom im Jahr 2014, bis Ende dieses Jahres tausend neue Arbeitsplätze zu schaffen. Bis Ende April hatte GE jedoch nur 323 Arbeitsplätze geschaffen, berichtete das französische Finanzministerium letzte Woche.
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Der CEO von GE, John Flannery, berichtete letzte Woche dem französischen Finanzminister Bruno Le Maire, dass dieses Ziel aufgrund schwieriger Marktbedingungen „außer Reichweite“ sei. Der Minister forderte GE auf, „alle notwendigen Maßnahmen im Einklang mit seinen besten Möglichkeiten zu ergreifen.“
Am Sonntag ging Ministerin Penicaud in einer Erklärung gegenüber dem Fernsehsender BFM einen Schritt weiter und sagte, dass der Vertrag mit Alstom eine Strafe von 50.000 € für jede nicht geschaffene Stelle vorsieht.
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