Die Kutinska Petrokemija berichtete am Donnerstag, dass die für Mittwoch, den 3. Oktober, geplante Sitzung des Vorstands und Aufsichtsrats abgesagt wurde, in der unter anderem die Umsetzung des Verfahrens zur Kapitalerhöhung besprochen werden sollte.
Wie in der Ankündigung an der Zagreber Börse angegeben, wurde die Sitzung aufgrund der Unverfügbarkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats verschoben.
In der Sitzung sollte über die Annahme eines Beschlusses zur Umsetzung des Verfahrens zur Kapitalerhöhung durch Beiträge in Rechten, Barbeiträge und die Festlegung von Regeln für die Zuteilung neuer Stammaktien beraten werden.
Die Aktionäre von Petrokemija trafen am 9. Juli auf der Hauptversammlung Entscheidungen zur Deckung des Verlusts des letzten Jahres sowie einen Beschluss zur Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 450 Millionen Kuna durch Barbeiträge und die Ausgabe neuer Aktien.
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Auf der Hauptversammlung wurden Entscheidungen zur Deckung des im Jahr 2017 entstandenen Verlusts, zur Erhöhung des Grundkapitals durch Barbeiträge und zur Ausgabe neuer Aktien sowie zur Genehmigung des Erwerbs von Aktien ohne die Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Übernahmeangebots getroffen. „Dies schuf die Voraussetzungen für den endgültigen Prozess der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms des Unternehmens und den rechtlichen Rahmen für die Rekapitalisierung von Petrokemija“, erklärte der in Kutina ansässige Hersteller von mineralischen Düngemitteln zu diesem Zeitpunkt.
Laut den Beschlüssen der Versammlung wird das Grundkapital von Petrokemija zunächst durch Beiträge in Rechten von 42,9 auf 492,9 Millionen Kuna, d.h. um 450 Millionen Kuna, erhöht. Dies wird durch die Ausgabe von 45 Millionen neuen Aktien mit einem Nennwert von 10 Kuna erfolgen, und diese neuen Aktien werden vom Staat über das Zentrum für Restrukturierung und Verkauf (CERP) gezeichnet und bezahlt. Grundlage hierfür ist die Entscheidung der Regierung aus dem Mai, Bankforderungen gegen Petrokemija in Höhe von 450 Millionen Kuna zu erwerben. In Übereinstimmung mit dieser Entscheidung unterzeichnete die Geschäftsführung von Petrokemija Änderungen der Kreditverträge mit der Erste&Steiermarkische Bank, der Kroatischen Postbank und der Kroatischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mit dem neuen Gläubiger – der Republik Kroatien – in Höhe von insgesamt 450 Millionen Kuna.
