Arbeiter in zwei Amazon-Verteilzentren in Deutschland traten am Montagmorgen in den Streik, um die Forderungen nach Tarifverhandlungen bezüglich Lohnerhöhungen und besseren Arbeitsbedingungen zu unterstützen, sagte ein Sprecher der Verdi-Gewerkschaft.
Die Arbeiter im Verteilzentrum in Leipzig, Sachsen, werden voraussichtlich bis zum 24. Dezember streiken, während die in Werne, Nordrhein-Westfalen, bis Dienstagabend streiken werden, so der Gewerkschaftssprecher.
„Es besteht die Gefahr, dass Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig ankommen“, fügte er hinzu und warnte, dass sich der Streik auf andere Standorte ausbreiten könnte.
Amazon-Sprecher: ‚Der Streik wird die Lieferungen nicht beeinträchtigen‘
Ein Amazon-Sprecher erklärte, dass weniger als 350 Arbeiter auf den Streikaufruf reagiert haben und dass das Unternehmen darauf vorbereitet ist. „Der Streik wird unsere Lieferverpflichtungen nicht beeinträchtigen“, sagte er.
Die Verdi-Gewerkschaft, die mit etwa zwei Millionen Mitgliedern die zweitgrößte in Deutschland ist, drängt Amazon seit fünf Jahren, Tarifverhandlungen für seine 16.000 Arbeiter in Deutschland sowie für das breitere Einzelhandelsnetz und die Postdienste aufzunehmen.
Amazon weist dies zurück und behauptet, es sei ein Logistikunternehmen und dass die Löhne seiner Arbeiter am oberen Ende der Bezahlung in diesem Sektor liegen.
Es betont auch, dass es Überstunden und Boni für effiziente Arbeit zahlt und Schulungskurse für die Arbeiter anbietet.
Der Einstiegsbruttolohn beträgt 10,78 € pro Stunde und steigt nach zwei Jahren auf durchschnittlich fast 2.400 € pro Monat einschließlich Boni.
