Rijeka liegt etwa vierzig Kilometer von Delnice entfernt. Etwa vierzig Kilometer von Delnice entfernt wurde eine große Roboterfabrik eröffnet. Der Haken ist jedoch, dass die ‚Roboterfarm‘ nicht in Rijeka, sondern in der slowenischen Stadt Kočevje liegt. Neben der neuen Fabrik, aus der im nächsten Jahr die ersten Produkte hervorgehen werden, errichtet der weltweit größte Roboterhersteller Yaskawa auch sein europäisches Entwicklungszentrum für Robotik, das mit den Fakultäten für Elektrotechnik, Maschinenbau und dem ‚Jožef Stefan‘ Institut in Ljubljana zusammenarbeiten wird. Sie planen, eine weitere Fabrik in Kočevje zu eröffnen, und es gibt auch die Modernisierung der Eisenbahn nach Ljubljana für eine bessere Anbindung an den Hafen von Koper…
Ich schreibe dies nicht aus Neid, sondern um zu veranschaulichen, wie nah alles beieinander ist und wie die Japaner einen kroatischen Standort hätten wählen können, etwas näher am Meer, mit einem Hafen, der den günstigsten Transport ermöglicht… Aber sie haben sich für Slowenien entschieden. Warum also Slowenien und nicht Kroatien? Von den 25 Millionen, die der Wert der Investition sind, hat die slowenische Regierung mit fünf Millionen Euro an staatlichen Subventionen beigetragen.
In der Zwischenzeit wird in Kroatien jeder zusätzliche Million gezählt, was erneut unzureichend sein wird, um die wenig aussichtsreiche Schiffbauindustrie zu retten. Kroatische Politiker verstecken sich hinter dem Klischee, dass die Europäische Union angeblich keine Subventionen erlaubt. Und hier haben wir die hellsten Fortsetzer einer langen Tradition kroatischer politischer Alibis. Einst war das Alibi in Wien oder Pest, aus der Zeit der Gänse im Nebel in Belgrad, später in den Zentralkomitees (Belgrad und Zagreb), dann eine Weile versteckten sich kleine lokale Politiker hinter Tuđman und seinen Entscheidungen und ‚Entscheidungen‘, und jetzt würde diese neue Generation alles tun, um allen Industrien zu helfen, einschließlich der Werften, aber leider, was kann man tun – ‚Brüssel gibt nicht‘.
Natürlich geht es nicht darum, ob Brüssel gibt oder nicht gibt, sondern darum, dass fähige Politiker heute jede Industrie auf die eine oder andere Weise subventionieren können, insbesondere Projekte im Rahmen der vierten industriellen Revolution. Die Wahl der Modalitäten, die die Eurokraten zufriedenstellen werden, ist dann nur eine Frage der politischen Technologie. Unsere Politik hat jedoch keine Strategie – weder mit klassischen noch mit Hochtechnologieindustrien – außer dass sie die Türen für jeden möglichen Import weit öffnet. So wird jemand einen Cent vom Import japanisch-slowenischer Roboter aus Kočevje abbekommen. Yaskawa hat bereits einen Vertreter in Zagreb.
