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Johnson könnte Großbritannien und die globale Wirtschaft mit einem harten Brexit erschüttern

Wir haben erneut eine interessante Woche an den globalen Rohstoffbörsen erlebt, die versuchten, die Richtung der Preisbewegungen zu bestimmen, was letztendlich dazu führte, dass alle Getreidearten außer Weizen die letzte Woche im Minus beendeten.

Die Preise für US-Mais fielen um 5 $/mt, Sojabohnen um 8 $/mt und Futter um bis zu 10 $/mt.

Die Aussaat von Mais und Sojabohnen ist in Amerika in vollem Gange. Die Landwirte sind 24 Stunden am Tag auf den Feldern, aber die Maisaussaat hinkt noch hinter den gewünschten Zahlen hinterher. Gleichzeitig wird erwartet, dass mehr Sojabohnen gepflanzt werden als ursprünglich geplant. Weitere Daten werden nach dem neuen USDA-Bericht verfügbar sein.

In Südamerika ist der Fischfang aufgrund instabiler Wetterbedingungen schlechter, was letztendlich etwa 20-25.000 mt täglich ausmacht. Der gesamte Fischfang in dieser Saison liegt bei etwa 1,35 Millionen mt. Aufgrund der aktuellen Situation könnte es passieren, dass die Quote erst bis Mitte Juli erfüllt wird.

Im Süden Perus begann die Saison letzten Freitag und wird bis zum 30. Juni dauern. In diesem Zeitraum müssen 380.000 mt Fisch gefangen werden, um die Quote zu erreichen.

Es gibt keine neuen Verträge oder Nachfrage, insbesondere aus China, das auf eine Reduzierung seiner Fischmehlbestände wartet. Die gesamte Situation könnte zu einem Preisrückgang für peruanisches Fischmehl führen.

Boris Johnson ist der Gewinner der ersten Runde der britischen Wahlen zur Nachfolge von Theresa May.

Nach seinen bisherigen Handlungen ist er ein Befürworter eines harten Brexits, d.h. des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ohne irgendeine Vereinbarung bis zum 31. Oktober. In diesem Fall würden Zölle und Grenzkontrollen in Kraft treten, die die britische Wirtschaft lähmen könnten. All dies könnte den britischen Pfund, die Finanzmärkte und die globale Wirtschaft drastisch beeinflussen.

Die nächsten Wahlrunden finden zu Beginn der nächsten Woche statt. Gleichzeitig zeigt Schottland deutlich, dass es die EU nicht verlassen möchte. Eine Möglichkeit ist die Durchführung eines Referendums über die schottische Unabhängigkeit, alles mit dem Ziel, in der Europäischen Union zu bleiben.