Das Urteil des Präsidenten des Obersten Gerichts Đuro Sessa bezüglich der Geschwindigkeitsübertretung von Richter Ivan Turudić, war völlig zu erwarten, da Sessa erklärte, dass Turudić den Ruf des Gerichts nicht geschädigt hat. Dies ist in der Tat korrekt, insbesondere im Kontext der folgenden vier Urteile:
Aufgrund des Fehlers des Amtsgerichts in Pula verlor Medulin die Möglichkeit, gegen ein Unternehmen vorzugehen, das ihm mehr als eine halbe Million Kuna schuldete. Nun wird der Staat gemäß dem Urteil des Amtsgerichts in Rijeka eine Entschädigung dafür zahlen. Der Betrag ist mittlerweile seit 2003 mit Zinsen auf 1,9 Millionen Kuna angewachsen.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg stellte fest, dass das Oberste Gericht im selben Fall – dem Antrag des Klägers bezüglich des Nachlasses seines Vaters – zwei widersprüchliche Entscheidungen bezüglich der Zulässigkeit der Berufungen des Klägers getroffen hat. Kroatien kam hier glimpflich davon, nur mit 24.000 Kuna, da das Urteil endgültig ist und niemand mehr dagegen Berufung einlegen kann.
Neven Cambj, ein Richter am Landgericht Split und Mitglied des DSV, erhielt 50.000 Kuna von Jutarnji list basierend auf einem endgültigen Urteil des Amtsgerichts in Split aufgrund eines autorisierten Interviews mit dem parlamentarischen Vertreter von Most Nikola Grmoja, der erklärte: 'Der Staatliche Justizrat ist eine Quelle der Korruption. Korrupten Menschen können nicht Richter für uns wählen.' Grmoja nannte kein Mitglied des DSV, einschließlich Cambj, und bestätigte vor Gericht, dass er das Interview autorisiert hat und hinter den gemachten Aussagen steht.
