Broker, die im ultraschnellen elektronischen Handel tätig sind (Hochfrequenzhändler oder kurz HFT), haben sich einem experimentellen Kabel zugewandt, um ihre Systeme auf eine Milliardstel Sekunde zu beschleunigen und sich so von ihrer Konkurrenz beim Kauf und Verkauf von Aktien auf dem globalen Kapitalmarkt abzusetzen.
Lange bevor es Haushalte erreichen und Bürgern sowie Unternehmen ultraschnellen Internetzugang bieten konnte, testen Broker im Hochfrequenzhandel oder HFT-Broker, laut The Wall Street Journal, derzeit ein innovatives Hohlkabel aus Glas. Diese Version des optischen Kabels dekodiert Daten mit Lichtgeschwindigkeit. Die Hohlkabel sind leer, und in einem solchen Kabel gibt es Dutzende von parallelen Kanälen, die mit Luft gefüllt sind und schmaler als ein Haar sind.
Da Licht in Luft fast 50 Prozent schneller reist als in Glas, benötigt man etwa ein Drittel weniger Zeit, um Daten durch Hohlkabel zu senden als durch die gleiche Länge von Standardfasern. Die Übertragung von Daten in Nanosekunden sollte es HFT-Unternehmen ermöglichen, im richtigen Moment viel schneller als die Konkurrenz zu reagieren. Übrigens sind solche Unternehmen für ihre enormen Gewinne bekannt, und sie werden oft beschuldigt, Aktienkurse nach Belieben zu crashen und zu erhöhen, aufgrund ihrer schnellen Aktionen. Laut einer Studie der Financial Conduct Authority (FCA), der britischen Finanzaufsichtsbehörde, verdient die HFT-Branche etwa fünf Milliarden Dollar pro Jahr auf dem globalen Aktienmarkt.
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