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Flammeninferno verzehrt Valentino-Markenfabrik, Prada springt ein, um zu helfen

Ein Flammeninferno hat über 38.000 Paar Schuhe in der toskanischen Fabrik der Marke Valentino verzehrt. An diesem verhängnisvollen 1. April erfasste das Feuer über 90 Prozent der Fabrik, in der 160 Seelen täglich 1.300 Paar Luxus-Schuhe produzieren.

Obwohl das genaue Ausmaß des Schadens noch unbekannt ist, wird geschätzt, dass der Verlust in Millionenhöhe gemessen wird. Dieses katastrophale Unglück, das eine der bekanntesten Modemarken der Welt getroffen hat, hat jedoch eine interessante Wendung. Nämlich wurde Valentino von niemand geringerem als seinem erbitterten Konkurrenten eine Rettungsleine zugeworfen.

Konkret bot der Chef von Prada, Patrizio Bertelli, Jacopo Venturini, dem CEO von Valentino, an, ihre Produktionsstätte, die nur wenige Kilometer von der vom Feuer betroffenen Fabrik entfernt liegt, bis zur Wiederherstellung des Werks zu nutzen. Dieser Schritt hat es Valentino ermöglicht, die Produktion fortzusetzen.

Neben dem öffentlichen Dank von Valentino an Prada für deren selbstlose Unterstützung waren die Nutzer sozialer Medien von der Solidarität der Konkurrenz berührt und feierten die Kameradschaft zwischen Valentino und Prada auf ihren Profilen. In einer Welt, in der es normalerweise üblich ist, sich den Tod der Kuh des Nachbarn zu wünschen, bringt die unerwartete Zusammenarbeit zweier erbitterter Feinde einen Hoffnungsschimmer. Natürlich werden Zyniker sagen, dass Prada Valentinos Unglück ausgenutzt hat, um zu zeigen, dass sie ‚die Könige‘ sind und somit ‚die Show stehlen‘, aber die Tatsache ist, dass es für die meisten Marken nicht das Erste wäre, was ihnen in den Sinn käme, Hilfe zu leisten. Wahrscheinlicher ist es, dass sie sich zurückhalten und zusehen würden, wie das Feuer die Einnahmen eines anderen verzehrt.

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