Nach einem aufsehenerregenden Interview mit der Talkshow-Queen Oprah Winfrey hat der entflohene königliche Sohn, Prinz Harry, erneut die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In einem Interview für die Apple TV-Serie ‚The Me You Can’t See‘, die er zusammen mit Oprah produziert hat, sprach er über den Verlust seiner Mutter, Prinzessin Diana, und die Wege, auf denen er mehr oder weniger erfolgreich versucht hat, mit diesen frühen Traumata umzugehen. Da Prinz Harry beschlossen hat, sein Berufsleben der Sensibilisierung für die Bedeutung der psychischen Gesundheit und der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen zu widmen, wählte er in dieser Episode, das Publikum zu zeigen, wie die EMDR-Behandlung aussieht, die als ein ziemlich effektives Werkzeug zur Behandlung von Trauma, PTSD oder Angststörungen gilt. Angesichts der Tatsache, dass das Erscheinen jedes Prinzen öffentliche Aufmerksamkeit erregt, ist es keine Überraschung, dass nach der Ausstrahlung der Serie am 21. Mai das Interesse an dieser psychotherapeutischen Behandlung gestiegen ist.
Zufällige Entdeckung
Eye Movement Desensitization and Reprocessing, oder EMDR, wurde Ende der 1980er Jahre zufällig von der Wissenschaftlerin Francine Shapiro entdeckt. Während eines Spaziergangs im Park bemerkte sie, dass Gedanken über ein Problem verschwanden, als sie spontan ihre Augen nach links und rechts bewegte. Die Gedanken kehrten dann zurück, schienen jedoch anders zu sein, mit reduzierter emotionaler Intensität. Nachfolgende Forschungen bestätigten, dass die von ihr entdeckte Methode effektiv bei der Behandlung von PTSD und auch geringeren Traumata ist, da sie die Desensibilisierung traumatischer Erinnerungen und eine kognitive Umstrukturierung ermöglicht, die zu einer signifikanten Reduktion der Symptome (Angst, emotionaler Stress, Albträume, Flashbacks usw.) führt.
