Die europäische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal mit der stärksten Rate seit dem Sommer 2020, bestätigten neue Schätzungen von Eurostat am Dienstag, was die Lockerung der Pandemie-Beschränkungen dank der Impfung der Bürger gegen COVID-19 widerspiegelt.
Das saisonbereinigte BIP der Europäischen Union stieg im Zeitraum von April bis Juni um 1,9 Prozent im Vergleich zu den vorhergehenden drei Monaten, in denen es um 0,1 Prozent gesunken war, berechnete das europäische Statistische Amt.
Das BIP der Eurozone stieg um 2,0 Prozent, was ebenfalls auf eine Erholung im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres hinweist, als es um 0,3 Prozent gefallen war.
Die Aktivitäten in beiden Bereichen wuchsen mit der stärksten Rate seit dem dritten Quartal 2020, als die Regierungen ebenfalls die Beschränkungen nach der ersten Welle der Pandemie lockerten. In diesem Frühjahr wurden die Maßnahmen parallel zur beschleunigten Impfung der Bürger gegen COVID-19 gelockert.
Im Vergleich zum zweiten Quartal des letzten Jahres, als strenge Maßnahmen zur Eindämmung der ersten Welle der COVID-19-Pandemie eingeführt wurden, stiegen die Aktivitäten in der EU laut saisonbereinigten Daten um 13,2 Prozent.
Die Schätzung für die Eurozone wurde leicht von 13,7 auf 13,6 Prozent gesenkt.
Im ersten Quartal dieses Jahres war das BIP in beiden Bereichen um 1,3 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres, kurz vor dem Ausbruch der Pandemie.
Zum Vergleich: Das BIP der USA wuchs im zweiten Quartal um 1,6 Prozent im Vergleich zu den vorhergehenden drei Monaten und um 12,2 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres, so das europäische Statistische Amt.
Starke Erholung Portugals
Unter den EU-Ländern, für die Eurostat Daten hatte, wuchs das BIP Portugals im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres am stärksten, um 4,9 Prozent. Österreich und Lettland folgten mit Zuwächsen von 4,3 bzw. 3,9 Prozent.
Unter den führenden Volkswirtschaften stiegen die Aktivitäten in Spanien und Italien im Quartalsvergleich am stärksten, um 2,8 bzw. 2,7 Prozent.
