Hacker haben in den letzten Monaten häufig Unternehmen angegriffen, und auch die Lieferketten könnten gefährdet sein, warnte der deutsche Versicherer Allianz.
Lieferkettenprobleme erschweren die Geschäftsabläufe weltweit, und Cyberangriffe auf Lieferketten könnten zusätzliche Probleme darstellen, möglicherweise einen ’neuen großen Trend‘, erklärte Jens Krickhahn, Leiter der Abteilung für Geschäftsinformationen der Allianz AGCS Jens Krickhahn.
Die Hauptziele werden voraussichtlich Produzenten von lebenswichtigen Gütern sein, so Allianz, während IT-Unternehmen, die IT-Systeme für Geschäftskunden organisieren und warten, in der Regel mit mehreren Servern, ebenfalls für Hacker von Interesse sein könnten.
Angreifer können schnell Ransomware über gesamte Computer in den Systemen ihrer Geschäftskunden durch IT-Unternehmen installieren, diese blockieren und Geld verlangen, erklärt das deutsche Unternehmen in einem heute veröffentlichten Bericht.
Die Software wird in der Regel über einen E-Mail-Anhang installiert, stellen sie fest.
In den letzten Monaten haben Hacker eine Reihe solcher Angriffe durchgeführt, betont Allianz und hebt das Beispiel der Blockade des IT-Systems des amerikanischen Pipelinesystems Colonial Pipeline im Mai dieses Jahres hervor, die die Abläufe mehrerer Unternehmen im östlichen Teil der USA beeinträchtigte.
Allianz weist auch darauf hin, dass Angreifer jetzt deutlich mehr Geld verlangen.
Vor nur fünf Jahren verlangten sie typischerweise knapp unter 10.000 Dollar, und im letzten Jahr stiegen ihre Forderungen auf 30 Millionen Dollar, so Krickhahn.
– Heutzutage verlangen sie bis zu 50 Millionen Dollar – schloss er.
