Trotz der Probleme in der Lieferkette setzte das globale Handelswachstum im letzten Jahr fort und erreichte schätzungsweise 28 Billionen US-Dollar im Jahr 2021, was einem Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, schreibt Visualcapitalist.
In dieser globalen Kette sind einige Länder echte Knotenpunkte des globalen Handelsnetzwerks, und während China derzeit der größte globale Handelspartner ist, war das nicht immer so. Diese Grafikreihe von Professor Anders Sundell veranschaulicht die Geschichte der größten Handelszentren der Welt und zeigt, wie sich die Landschaft von 1960 bis heute entwickelt hat. Mit Hilfe von Netzwerkgrafiken verbindet jede visuelle Darstellung Länder mit ihrem wichtigsten Handelspartner und verwendet Daten, die sowohl Importe als auch Exporte umfassen.
1960: Die Ära der Handelsdominanz der USA
Der internationale Handel existiert seit Jahrtausenden und wurde zuvor über bekannte Handelsrouten wie die Seidenstraße abgewickelt, die Luxusgüter von China nach Europa transportierte. Unsere Geschichte beginnt jedoch in den 1960er Jahren – kurz bevor die ‚Containerisierung‘ von den Vereinigten Staaten aus die Welt eroberte und den globalen Handel für immer veränderte.
—
—
In den 1960er Jahren erlebten die USA ihren wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Krieg. Hoher Konsum befeuerte das rasante Wirtschaftswachstum, und die wachsende Mittelschicht führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Luxusgütern wie Fernsehern und Autos. Als Reaktion auf diese wachsende Nachfrage erweiterten sich amerikanische Fabriken, die für den Kriegsaufwand entscheidend waren, schnell, und die inländische Produktion begann voranzukommen. Zur gleichen Zeit wurde im Kongress eine Gesetzgebung verabschiedet, die den internationalen Handel förderte. 1962 unterzeichnete Präsident John F. Kennedy das Handelsausweitungsgesetz, das der US-Regierung ermöglichte, massive Zollsenkungen mit anderen Ländern auszuhandeln. Dies führte letztendlich zu einer Reihe von Verhandlungen, die als ‚die Kennedy-Runde‚ bekannt wurden und zu niedrigeren Zöllen und reduzierten Exportbarrieren für Entwicklungsländer führten.
Auf der anderen Seite des Atlantiks durchlief Europa in den 1960er Jahren ebenfalls eine Reihe von Veränderungen. Großbritannien hatte die Vorreiterrolle als der wichtigste Handelsspieler in Europa, während es gleichzeitig darum kämpfte, sich von der finanziellen Belastung zweier Weltkriege zu erholen.
Zur gleichen Zeit schlossen sich europäische Länder zusammen, um Machtverhältnisse auszugleichen und Hegemonie innerhalb Europas zu beseitigen. 1960 wurde die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) gegründet, die Freihandelsabkommen zwischen Österreich, Dänemark, Norwegen, Portugal, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich etablierte.
