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Drei Strategien zur Beseitigung des Überdenkensyndroms

<p>pretjerano razmišljanje</p>
pretjerano razmišljanje / Image by: foto

Selbst in Friedenszeiten leiden viele Menschen unter obsessiven Gedanken, dem Überdenkensyndrom oder, wie es in der yogischen Tradition genannt wird – chitta vritti, Wirbel des Geistes, die zum Schweigen gebracht werden müssen, um einen Zustand des inneren Friedens zu erreichen (oder ihm näher zu kommen). In Phasen obsessiven Denkens, die Energie rauben, weil Gedanken ohne jede Lösung wiederholt werden, neigen wir dazu, Szenarien aus der Vergangenheit zu überdenken oder uns um die Zukunft zu sorgen, ohne uns der Tatsache bewusst zu sein, dass es nur das gibt, was ist – jetzt. Meditation ist natürlich das beste Mittel, um den Geist zu beruhigen, und es gibt auch mehrere Tricks, die helfen, obsessive Gedanken zu beseitigen. Genauer gesagt hat die Psychologin Jenny Maenpaa drei Strategien für CNBC identifiziert, die besonders in diesen dunklen Zeiten hilfreich sein können, in denen die Vorstellung, inneren Frieden zu erreichen, fast unmöglich erscheint.

1. Positives ‚Reframing‘

Diese Strategie wird oft mit toxischer Positivität verwechselt, die verlangt, dass Menschen positiv denken, unabhängig davon, wie schwierig ihre Situation ist. Reframing, oder das Betrachten von Dingen aus einer anderen Perspektive, schließt negative Aspekte nicht aus, sondern verändert die Art und Weise, wie wir sie betrachten. Man überlegt dann, ob die Person die Situation ändern, etwas daraus lernen oder einen Nutzen daraus ziehen kann. Maenpaa verwendet das Beispiel eines Chefs, der seinen Job verachtet, weil er neben enormer Verantwortung und brutalen Fristen ein Team komplexer Individuen leiten muss. Anstatt sich zu beschweren und den Gedanken ‚Ich hasse meinen Job‘ zu wiederholen, sollte er anerkennen, dass Herausforderungen existieren, und dann sehen, was er konkret tun kann – Erwartungen senken oder einige neue Entscheidungen treffen. Auf diese Weise stärkt er seine Fähigkeit, das zu ändern, was ihn stört, und die Entscheidungen, die er trifft, können zunächst klein und scheinbar unbedeutend sein, werden ihn jedoch ermutigen und motivieren, das Problem anzugehen. Natürlich ist es in Situationen wie Krieg schwierig, seine Denkweise oder Perspektive zu ändern, aber es ist einen Versuch wert.

2. Schreiben Sie Ihre Gedanken auf und warten Sie 24 Stunden

Wenn das menschliche Gehirn wahrnimmt, dass es sich in einer konfliktreichen oder gefährlichen Situation befindet, ’schaltet es‘ ein internes Schutzsystem ein. Maenpaa ist der Ansicht, dass es nützlich ist, alle Gefühle auf Papier zu bringen und dann 24 Stunden (oder ein paar Stunden, wenn die Situation dringend ist) zu warten, bevor man impulsiv handelt. Dieses Papier wird dann beiseitegelegt, und der Geist beschäftigt sich mit anderen Aufgaben. Wenn Sie beispielsweise eine E-Mail erhalten, die sofort alle Alarmglocken läutet – Ihr Herz rast, Ihr Atem wird flach, und Sie konzentrieren sich extrem darauf, was passiert und warum Sie schuld sind, ist jede Antwort/Reaktion in diesem Moment kontraproduktiv, und es besteht die Gefahr, dass sie später eine Welle obsessiver Gedanken, Bedauern oder Schuld auslöst, weil Sie etwas anders hätten tun können. Darüber hinaus nimmt das Aufschreiben negativer Emotionen deren Macht, und die Situation erscheint oft weniger bedrohlich und besser handhabbar.

3. Praktizieren Sie konkrete Dankbarkeit

In der Psychologie ist bekannt, dass das Ausdrücken/Fühlen von Dankbarkeit das Glück steigern kann. Es hilft, Frustrationen in den Kontext von Dingen zu setzen, die wir lieben (das frustriert mich/das macht mich glücklich) und verbindet uns mit etwas Größerem als uns selbst – Menschen, Tieren, der Natur oder einer höheren Macht. Das Wiederholen derselben Dinge kann jedoch zu einer Praxis ohne echten Effekt werden; die ausgesprochenen Worte hören auf, ein echtes Gefühl der Dankbarkeit hervorzurufen. Stattdessen sollte, wie Psychologin Maenpaa vorschlägt, Dankbarkeit konkretisiert werden, und anstatt sich selbst zu wiederholen, dass man beispielsweise ‚für gute Gesundheit dankbar ist‘, sagt man ‚Ich bin dankbar, dass ich heute ohne Rückenschmerzen aufgewacht bin.‘ Auf diese Weise konzentriert sich der Geist auf Dinge, die hier und jetzt sind, anstatt auf etwas Abstraktes und Allgemeines.