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Starker Rückgang an der Wall Street, Angst vor Stagflation

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An der Wall Street fielen die Aktienkurse am Montag stark, wobei der Nasdaq-Index in das ‚Bären‘-Territorium eintauchte, da der starke Anstieg der Ölpreise und anderer Rohstoffe Ängste vor weiteren inflationären Druck erzeugte.

Der Dow Jones fiel um 797 Punkte oder 2,37 Prozent auf 32.817 Punkte, während der S&P 500 um 2,95 Prozent auf 4.201 Punkte abstürzte und der Nasdaq-Index um 3,62 Prozent auf 12.830 Punkte fiel.

Damit tauchte der Nasdaq-Index in das ‚Bären‘-Territorium ein und fiel um mehr als 20 Prozent unter sein vorheriges Rekordniveau, während der Dow Jones in das Korrekturterritorium rutschte, mehr als 10 Prozent unter seinem Rekordniveau.

Der S&P 500 schloss auf dem niedrigsten Stand seit Juni letzten Jahres.

Dies ist eine Folge des starken Anstiegs der Ölpreise, da die USA und europäische Partner ein Importverbot für russisches Öl als zusätzliche Sanktionen gegen Russland wegen seiner Invasion in die Ukraine in Betracht ziehen.

Der Preis für ein Barrel auf dem Londoner Markt sprang gestern um 4,3 Prozent auf 123 $, nachdem er eine Woche zuvor um mehr als 20 Prozent gestiegen war. An einem Punkt gestern erreichte er sogar 139 $, den höchsten Stand seit 2008.

Nicht nur die Ölpreise steigen, sondern auch andere Rohstoffe, die zu Beginn des Jahres den größten Anstieg seit 1915 verzeichneten.

Und da auch die Preise für Weizen und Mais steigen, ist klar, dass der inflationäre Druck weiter zunehmen wird, was Ängste vor Stagflation oder wirtschaftlicher Stagnation bei gleichzeitig hoher Inflation aufwirft.

"Der Anstieg der Ölpreise unterstützt die Bedenken über eine verstärkende Inflation und mögliche Stagflation. Höhere Energiepreise könnten das Wirtschaftswachstum belasten, da Verbraucher unter anderem höhere Preise an Tankstellen zahlen müssen," sagt Mona Mahajan, Strategin bei Edward Jones.

Am Donnerstag werden die Inflationsdaten für die USA im Februar veröffentlicht, und Analysten schätzen, dass sie 7,9 Prozent im Jahresvergleich erreichen werden, ein neuer 40-Jahres-Hoch.

Später in diesem Monat wird ein reguläres Treffen der Führungskräfte der US-Notenbank stattfinden, um über Zinserhöhungen zu entscheiden. Die Investoren hoffen auf einen milderen Anstieg der Geldkosten um 0,25 Prozentpunkte, aber angesichts des Anstiegs der Inflation wird die Fed früher oder später die Zinsen aggressiver erhöhen müssen.

Auch die europäischen Aktienkurse fielen gestern. Der Londoner FTSE-Index schwächte sich um 0,40 Prozent auf 6.959 Punkte, während der Frankfurter DAX um 1,98 Prozent auf 12.834 Punkte fiel und der Pariser CAC um 1,31 Prozent auf 5.982 Punkte.