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Lagarde gewinnt wichtige Verbündete für ihre Pläne zur Zinserhöhung

<p>Christine Lagarde</p>
Christine Lagarde

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde gewinnt wichtige Verbündete für ihren Plan, die Zinssätze diesen Sommer aus dem negativen Bereich zu erhöhen, obwohl ein Mitglied ihres Teams am Mittwoch einige Skepsis hinsichtlich der zukünftigen EZB-Politik äußerte.

Lagarde kündigte diese Woche an, dass der Haupt-Einlagenzins der EZB von minus 0,5 Prozent im Juli steigen sollte, aufgrund steigender Inflation und bis Ende September bei null oder 'leicht über' null liegen könnte, bevor er weiter 'in Richtung neutraler Zinssatz' steigt.

Der Präsident der niederländischen Zentralbank Klaas Knot, der zu den konservativsten Mitgliedern des EZB-Rats gehört, erklärte, dass er einen solchen Plan voll unterstützt.

– Ich bin voll dabei, ich unterstütze alles, was auf (Lagardes) Blog steht – sagte Knot auf einem Panel beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Der Präsident der finnischen Zentralbank Olli Rehn äußerte ebenfalls Unterstützung für die Erhöhung der Zinssätze während des Sommers, ebenso wie der Chefökonom der EZB Philip Lane.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutete Anfang dieser Woche auf ihrem Blog an, dass das Ausleihen bald teurer werden könnte.

– Basierend auf den aktuellen Aussichten sind wir wahrscheinlich in der Lage, die negativen Zinssätze bis Ende des dritten Quartals zu verlassen – schrieb Lagarde und gab damit den klarsten Hinweis, dass die EZB auf ihre erste Zinserhöhung seit mehreren Jahren zusteuert.

Derzeit liegt der Haupt-Einlagenzins der Zentralbank bei minus 0,5 Prozent. Der Hauptrefinanzierungssatz liegt bei null.

Weitere Erhöhungen des Zinssatzes werden von den Inflationsaussichten abhängen, sagte Lagarde und warnte, dass 'das Tempo und das gesamte Ausmaß der Anpassung nicht im Voraus bestimmt werden können'.