An den europäischen Börsen stiegen am Mittwochmorgen die Aktienkurse, nachdem sie in den beiden vorhergehenden Tagen stark gefallen waren, während die Anleger auf Entscheidungen der US-Notenbank Fed und auf Nachrichten aus der außerordentlichen Sitzung der Führungskräfte der Europäischen Zentralbank (EZB) warteten.
Der STOXX 600 Index führender europäischer Aktien lag um 9:30 Uhr um 0,6 Prozent im Plus.
In der Zwischenzeit stärkte sich der Londoner FTSE-Index um 0,57 Prozent auf 7.228 Punkte, während der Frankfurter DAX um 0,80 Prozent auf 13.410 Punkte stieg und der Pariser CAC um 1,05 Prozent auf 6.012 Punkte zulegte.
Ein Sprecher der Europäischen Zentralbank erklärte heute Morgen, dass der Rat der EZB eine außerordentliche Sitzung zu den Entwicklungen auf dem Staatsanleihemarkt abhalten wird.
Es ist noch unklar, ob die EZB nach dieser Sitzung eine Erklärung abgeben wird, und die Anleger hoffen auf Nachrichten, die den Verkauf von Anleihen aus südeuropäischen Ländern stoppen könnten, was die Aktienkurse lokaler Banken, insbesondere italienischer, stark gesenkt hat.
Heute Morgen sprang der Index des italienischen Bankensektors um mehr als 6 Prozent nach einem starken Rückgang in den vorhergehenden Tagen.
Die asiatischen Märkte handeln unsicher, wobei der MSCI-Index der Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum, ohne Japan, um 9:30 Uhr nahezu unverändert im Vergleich zu gestern ist.
An der Börse in Tokio fiel der Nikkei-Index um 1,1 Prozent, während die Aktienkurse in Australien und Südkorea zwischen 1,3 und 1,8 Prozent sanken. In Shanghai und Hongkong stiegen sie jedoch zwischen 0,5 und 1 Prozent.
Der Anstieg der chinesischen Aktienmärkte wird auf bessere als erwartete makroökonomische Daten zurückgeführt, die auf eine Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuten, nachdem das Wachstum durch strenge COVID-19-Maßnahmen gebremst wurde.
Heute Morgen wurde berichtet, dass die Industrieproduktion im Mai um 0,7 Prozent gestiegen ist, während Analysten einen weiteren Rückgang nach einem Rückgang von 2,9 Prozent im Vormonat erwarteten.
Der Einzelhandelsverbrauch fiel hingegen im Mai um 6,7 Prozent, weniger als die 7,1 Prozent, die Analysten in einer Umfrage von Reuters erwartet hatten. Im April war der Verbrauch um etwa 11 Prozent gesunken.
