Der Kampf um die Dominanz ist ein ständiges Thema, wenn es um die USA und China geht, und es scheint, dass ihre Konkurrenz nun auch auf Währungen übergegangen ist, da Chinas wachsende wirtschaftliche und politische Macht die globale Dominanz des US-Dollars zu erodieren droht.
Daten aus der jährlichen Umfrage von UBS Asset Management haben gezeigt, dass eine zunehmende Anzahl von Zentralbanken bestrebt ist, den chinesischen Yuan als Reservewährung zu halten.
Tatsächlich gaben bis zu 85 Prozent der Zentralbanken in der Umfrage an, dass sie in den chinesischen Yuan investieren oder eine Investition in Betracht ziehen, was einen Anstieg von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt, so Business Insider. Währungsmanager bei Zentralbanken möchten im Durchschnitt 5,8 Prozent ihrer Reserven in Yuan über die nächsten zehn Jahre halten, und diese Zahl markiert eine Verschiebung von 5,7 Prozent im letzten Jahr.
Sie wollen weniger Macht für Washington
Und angesichts der Tatsache, dass die jüngsten Ereignisse irgendwie mit dem Krieg in der Ukraine verbunden sind, liegt der Fortschritt des Yuan als globale Reservewährung in der Beziehung zwischen den USA, Russland und China.
Nämlich haben die US-Sanktionen gegen Russland, die die russischen Devisenreserven eingefroren haben und Russland seit einiger Zeit Schwierigkeiten bereiten, seine Schulden zurückzuzahlen, Spekulationen angeheizt, dass Länder sich vom Dollar diversifizieren werden, um weniger der Macht Washingtons über das globale Finanzsystem ausgesetzt zu sein.
Darüber hinaus haben die russische Invasion in der Ukraine, die enge Beziehung zwischen Peking und Moskau sowie Chinas wirtschaftliches Wachstum in den letzten Jahren Diskussionen über eine ‚multipolare‘ Welt ausgelöst, in der, im Gegensatz zur bipolaren, die USA nicht mehr die dominante Macht sind, sondern die Vorherrschaft unter mehreren verteilt ist.
