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Chinesische Wirtschaft verzeichnet ersten Rückgang seit dem Ausbruch des Coronavirus

Im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnete Chinas BIP einen Rückgang von 2,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal, was den größten Rückgang seit dem Auftreten von Covid-19 im Jahr 2020 markiert, berichtet The Guardian. Dieser Rückgang wurde hauptsächlich auf die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus implementierten Lockdown-Maßnahmen zurückgeführt, die Unternehmen und Fabriken in wichtigen chinesischen Zentren wie Shanghai einerseits und Verbraucher andererseits betroffen haben.

Die Beratungsfirma Capital Economics glaubt jedoch, dass die tatsächliche Rückgangszahl wahrscheinlich 'sogar schwächer ist, als sie erscheint' und dass die chinesische Regierung möglicherweise versucht, die Trägheit ihrer Wirtschaft zu verbergen, die immer schneller gewachsen ist als die der westlichen Länder.

Der chinesische Ökonom Julian Evans-Pritchard erklärt, dass die chinesische Regierung Schwierigkeiten haben wird, ihr Wachstumsziel von etwa 5,5 Prozent in diesem Jahr zu erreichen. Dies, so der Ökonom, würde eine signifikante Beschleunigung der Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erfordern, was unwahrscheinlich ist. Experten erwarten auch kein Wachstum in den kommenden Quartalen.

Die Zahlen dieser Woche zeigten ebenfalls, dass die Importe in China im zweiten Quartal nur um 0,1 Prozent gestiegen sind, was ein Ökonom als 'erstaunlich' niedrig bezeichnete, da die Preise für wichtige importierte Waren wie Öl und Lebensmittel seit April gestiegen sind.

Die Jugendarbeitslosigkeit stieg auf 19,3 Prozent, stark beeinflusst durch den Lockdown in wichtigen Zentren Chinas im März und April, einschließlich der Handelsmetropole Shanghai.

Obwohl zahlreiche Einschränkungen in Shanghai im Juni aufgehoben wurden und die Daten aus dem Juni Anzeichen einer Verbesserung zeigen, erwarten Analysten keine schnelle wirtschaftliche Erholung. Sie glauben, dass der Druck auf den Konsum wahrscheinlich bestehen bleibt.

China hält weiterhin an seiner strengen Covid-19-Eindämmungspolitik fest, während weltweit die Ängste vor Stagflation steigen. All dies setzt die Führung der Kommunistischen Partei Chinas unter Druck, die sich auf ihren 20. Kongress vorbereitet, und es wird erwartet, dass Präsident Xi Jinping ein weiteres fünfjähriges Mandat erhält.