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Investitionen in deutsche Startups sind im ersten Halbjahr stark gesunken

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Neue Technologieunternehmen in Deutschland zogen im ersten Halbjahr 20 % weniger Investitionen an als im gleichen Zeitraum des Rekordjahres 2021, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY am Freitag enthüllte.

Im Zeitraum von Januar bis Juni fielen die Investitionen in Startups auf sechs Milliarden Euro, stellte EY fest.

– Es gibt immer noch viel Geld auf dem Markt, aber die Investoren schauen genauer hin, in was sie investieren –  sagte EY-Partner Thomas Pruever. Geopolitische Unsicherheiten, Änderungen der Zinssätze und unklare wirtschaftliche Aussichten haben erhebliche Unsicherheiten geschaffen, erklärte er.

Die meisten Investitionen flossen in Startups in Berlin, wobei die Stadt selbst  3,25 Milliarden Euro  an Investitionen erhielt.

Neu gegründete Unternehmen sind auf Investoren zur Finanzierung angewiesen, insbesondere auf Risikokapitalfonds, da sie in den ersten Jahren typischerweise nicht profitabel arbeiten.

Im Jahr 2021 sammelten Startups laut EY Rekordmittel in Höhe von 17,4 Milliarden Euro an Risikokapital, darunter mehrere sehr große Einzelinvestitionen, wie die in das Lebensmittel-Lieferunternehmen Gorillas, den Softwareanbieter Celonis und die Online-Bank N26.

In diesem Jahr hat sich die Anlegernachfrage  aufgrund des Konflikts  in der Ukraine und steigender Zinssätze abgekühlt. Dies spiegelte sich in einem starken Rückgang der Aktien  von Technologieunternehmen wider, da ihre Geschäftsmodelle in der Regel empfindlich auf Änderungen  der Zinssätze reagieren, merkt die dpa-Agentur an.