Um Frische zu bringen, kreative Säfte anzuregen und die Kunden zu faszinieren, haben Modemarken in den letzten Jahren auf ein bewährtes Werkzeug zurückgegriffen – Kooperationen. Das Starten gemeinsamer Kollektionen mit oft unerwarteten Partnern ist so häufig geworden, dass das Publikum zu fragen begonnen hat, ob Modehäuser überhaupt etwas Neues anbieten können. Obwohl Modemarken vor der Gefahr stehen, mit Kooperationen in Vorhersehbarkeit und Langeweile abzurutschen, ist ein gemeinsames Auftreten mit einem anderen Unternehmen, sei es in einer Kampagne oder bei der Einführung von Produkten und Dienstleistungen, tatsächlich ein effektives Marketinginstrument. Um Marken zu unterstützen, die keine Erfahrung in der kreativen Zusammenarbeit mit anderen Marken, Künstlern oder gemeinnützigen Organisationen haben, hat Depositphotos in Zusammenarbeit mit dem Marketingportal The Drum mehrere Tipps und Richtlinien geteilt, wie man Kooperationen erfolgreich gestalten kann.
Laut Definition ist das Ziel einer Kooperation, etwas Neues zu schaffen, von dem alle beteiligten Parteien profitieren. Zum Beispiel kann eine Marke durch die Partnerschaft mit einer anderen Marke potenziell ein neues, anderes Publikum gewinnen; mit einem Künstler den künstlerischen Wert des Produkts erhöhen und mit einer gemeinnützigen Organisation ihre Zwecke stärken und/oder demonstrieren. Kooperationen sind keine schlechte Idee, wenn eine Marke ihren Ruf verbessern, Hype erzeugen und Medienberichterstattung erhalten, den Umsatz steigern, das Produkt/Dienstleistung einprägsamer oder ansprechender machen möchte. Natürlich gibt es keine strengen Regeln, mit wem und wie man kooperieren sollte, aber eine Marke sollte eine allgemeine Vorstellung davon haben, was sie durch die Kooperation erreichen möchte und mit welchem Typ von Partner (einer anderen Marke, einem Künstler, einer gemeinnützigen Organisation) sie ihr Ziel erreichen will.
Kooperationsziele
Zum Beispiel stellen Marketingexperten von The Drum fest, dass die häufigsten Kooperationen zwischen Marken auftreten, wenn Partner ihre Kräfte bündeln, um eine gemeinsame Linie, ein einzelnes Produkt oder ein Paket von Dienstleistungen zu starten. Ein neues Publikum zu gewinnen, ist oft ein gemeinsames Ziel für Marken in der Kooperation, da sie auf diese Weise ihre Zielgruppe erweitern und ihre Botschaft eine einheitliche Anzahl von Verbrauchern (Follower, Kunden) erreicht. Marken aus verschiedenen Branchen können kooperieren, und es ist nur wichtig, die Frage zu beantworten, ob das Publikum, das die Partnermarke kauft, überhaupt an Ihrer interessiert ist. Beispiele für clevere und erfolgreiche Kooperationen sind Unternehmen wie Panasonic und Tesla, die sich zusammengeschlossen haben, um Batterien für Elektrofahrzeuge zu produzieren und eine Fabrik zu bauen, sowie Apple und Nike und Balmain und Barbie.
Anfang dieses Jahres brachte die Modemarke Balmain eine Bekleidungskollektion heraus, die Barbie tragen würde (für Puppen sowie ‚echte‘ Kunden), und neben der Tatsache, dass es sich um wirklich tragbare Stücke handelt, die mit der Signatur dieses Modehauses übereinstimmen, zollten sie der berühmtesten Puppe aller Zeiten Tribut, die Generationen von Kindern in verschiedenen Modekombinationen gekleidet haben. Apple und Nike hingegen haben gemeinsam den innovativen Nike+iPod-Sensor entwickelt, der es Joggern ermöglicht, während des Trainings Musik zu hören. Obwohl weniger verbreitet, kann die Zusammenarbeit mit Künstlern die älteste Form des gemeinsamen Marktauftritts sein.
Künstler einbeziehen
Neben dem berühmten Andy Warhol, der auf einzigartige Weise die Werbe- und Kunstwelten miteinander verband, haben Künstler wie Pablo Picasso, Diego Rivera und Salvador Dalí während ihrer Malerkarrieren mit verschiedenen Unternehmen zusammengearbeitet. Obwohl Unternehmen oft Künstler engagieren, um Verpackungen zu gestalten oder Geschäfte zu dekorieren, ist eine echte, vollwertige Zusammenarbeit viel mehr als das. Es beinhaltet, dem engagierten Künstler völlige Freiheit zu geben, der die Aufgabe nicht nach Anweisungen, brief vom Kunden ausführt, und der Kunde genehmigt oder bewertet es nicht, wie er es in einem klassischen Geschäftseinsatz tun würde. In einer solchen Zusammenarbeit liefert der Künstler ein Kunstwerk, das das Produkt, die Marke oder den Verkaufsort auf ein neues, künstlerisches Niveau hebt.