Die sogenannte ‚Paywall für Cookies‘ ist ein neueres Thema im Zusammenhang mit Datenschutz, das Besucher europäischer Websites belasten könnte. Es ist offensichtlich ansteckend, da Verleger aus immer mehr Ländern und Kontinenten die Einführung einer solchen Paywall in Betracht ziehen. Sie sind bereit, wie ihre zentral- und osteuropäischen Kollegen, die Nutzer um Zustimmung zu bitten, um sie zu verfolgen, im Austausch für eine Abonnementzahlung für den Zugang zu Inhalten.
Das Gizmodo-Portal berichtet beispielsweise, dass Besucher führender deutscher und österreichischer Online-Nachrichtenquellen wie Der Spiegel, T-Online, Bild und Die Welt bei ihrem ersten Besuch auf ihren Seiten vor der Wahl stehen – ein monatliches Abonnement für 4,99 € zu erwerben oder ihre Daten aufzugeben. Mit anderen Worten, sie wenden eine ‚Paywall für Cookies‘ an.
Dieses Feature ist natürlich eine Möglichkeit, wie Unternehmen versuchen, die Datenschutzbestimmungen, d.h. die DSGVO, einzuhalten und profitabel zu bleiben.
Cristiana Santos, Assistenzprofessorin an der Universität Utrecht und Mitautorin einer Studie über ‚Paywall-Cookies‘ mit dem Titel ‚Ihre Zustimmung ist 75 € pro Jahr wert – Messung und Legalität von Cookie-Zahlungen‘, erklärt, dass diese Praxis eine Win-Win-Situation für Websites darstellt. Sie werden entweder mit Daten oder mit Geld bezahlt.
Santos und ihr Team analysierten Websites in Mittel- und Osteuropa. Sie dokumentierten diese ungewöhnliche Praxis unter den 13 beliebtesten Nachrichtenwebsites in Österreich und Deutschland.
Und sie entdeckten, dass Datenschutz teuer ist: Das Vermeiden von Tracking-Inhalten auf nur diesen 13 Websites würde bis zu 728 € pro Jahr kosten.
