Die EU- und Eurozonenwirtschaft verlangsamte sich im dritten Quartal erheblich aufgrund hoher Energiepreise und gestiegener Kreditkosten, wie die erste Schätzung des europäischen Statistikamtes am Montag zeigte.
Saisonbereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU und Eurozone stieg im dritten Quartal im Vergleich zu den vorhergehenden drei Monaten um 0,2 Prozent, berechneten die Statistiker. Im zweiten Quartal war es um 0,7 Prozent in der EU und um 0,8 Prozent im Bereich der gemeinsamen europäischen Währung gestiegen.
Im Jahresvergleich stieg das BIP in der EU im dritten Quartal um 2,4 Prozent, nach einem Wachstum von 4,3 Prozent von April bis Juni. In der Eurozone stieg es um 2,1 Prozent, halb so viel wie im Frühjahrsquartal, zeigen die Berechnungen von Eurostat.
Solides Wachstum in Schweden
Unter den 10 Mitgliedsländern, für die das europäische Statistikamt Daten hatte, wuchs das BIP in Schweden im dritten Quartal auf vierteljährlicher Basis am stärksten, um 0,7 Prozent. Es folgte Italien mit einem Aktivitätswachstum von 0,5 Prozent sowie Portugal und Lithuania, wo es um 0,4 Prozent stieg.
Drei Mitglieder verzeichneten einen Rückgang des BIP auf vierteljährlicher Basis, wobei der größte Rückgang in Lettland zu verzeichnen war, wo es um 1,7 Prozent einbrach. Österreich und Belgien folgten mit einem Rückgang der Aktivität um 0,1 Prozent.
