In der Rijeka Ölraffinerie in Urinj beginnen am Mittwoch, den 2. November, die Prozesse zur Stilllegung der Verarbeitungseinrichtungen im Rahmen der geplanten Stilllegung der Raffinerie, die bis Anfang April 2023 dauern wird, aufgrund geplanter Modernisierungsarbeiten, bestätigte INA am Dienstag.
Laut ihnen werden ab morgen, dem 2. November, bis zum 15. November, die Prozesse zur Stilllegung der Verarbeitungseinrichtungen in der Rijeka Raffinerie stattfinden. „Dies ist eine geplante Stilllegung, die bis Anfang April 2023 dauern wird, notwendig für die weitere Umsetzung des derzeit größten und wertvollsten Industrieprojekts in Kroatien, der Modernisierung der Rijeka Ölraffinerie, in die INA mehr als vier Milliarden Kuna investiert,“ betonte INA in Antwort auf eine Anfrage von Hina.
Das Projekt umfasst, wie sie angeben, den Bau neuer Anlagen, von denen die wichtigste die Anlage zur Verarbeitung schwerer Rückstände ist, sowie die Rekonstruktion bestehender Anlagen. Während an bestehenden Anlagen gearbeitet wird, kann die Raffinerie nicht kontinuierlich betrieben werden, weshalb mehrere Stilllegungen im Vertrag mit dem Hauptauftragnehmer geplant sind, erklärt INA.
Für diesen Winter fügen sie hinzu, sind Arbeiten zur Rekonstruktion von zwei Einheiten, SRU – Schwefelrückgewinnungseinheit und HCU – Hydrocracking, sowie deren Anschluss an die neue Anlage geplant. In Antwort auf eine Frage zur Marktbeschaffung während der Produktionsstilllegung erklärt INA, dass der Winterzeitraum gewählt wurde, da die Nachfrage nach Kraftstoffen deutlich niedriger ist als im Sommer, was die Versorgungssicherheit weniger von Importen abhängig macht.
Ausreichend Diesel
„Da es sich um eine vorgeplante Stilllegung handelt, sind alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Marktbeschaffung entsprechend geplant, und die Beschaffung von Kraftstoffen aus dem Mittelmeer wurde vertraglich geregelt,“ betont INA. Sie weisen darauf hin, dass die Lieferungen von Benzin, LPG und Flugkraftstoffen bis Ende April gesichert sind.
Bezüglich Diesel hat INA bereits die notwendigen Mengen für November, Dezember und Januar vertraglich gesichert und arbeitet daran, ausreichende Mengen Diesel für den verbleibenden Zeitraum, d.h. bis April 2023, sicherzustellen, erklärt INA.
In Antwort auf die Frage, wie viele weitere Produktionsstillstände bis zur Fertigstellung der Arbeiten am Projekt zum Bau der Anlage zur Verarbeitung schwerer Rückstände geplant sind, antwortet INA, dass nach diesem Stillstand keine weiteren Raffineriestilllegungen aufgrund von Arbeiten am Modernisierungsprojekt bis Ende 2023 geplant sind und alle weiteren Arbeiten gleichzeitig mit dem Betrieb der Raffinerie durchgeführt werden können.
Ein kürzerer Stillstand wird zu Beginn des Jahres 2024 stattfinden, wenn die regelmäßige Wartung der Raffinerie geplant ist, erklärte INA.
