Die Wirtschaft benötigt einen Wandel weg von linearer Ökonomie und unbegrenzter Ressourcenausbeutung. Neue innovative Modelle ermöglichen eine aktivere Zusammenarbeit in Branchen, Städten und Gemeinschaften und eröffnen neue Dimensionen zur Schaffung nachhaltiger Werte, wie den Verkauf von Dienstleistungen anstelle von Produkten, die Wiedergewinnung von Ressourcen aus Abfall, das Teilen von Vermögenswerten und die Produktion ökologischer Lieferungen.
In einer Welt mit begrenzten natürlichen Ressourcen und kontinuierlichem Bevölkerungswachstum ist die Kreislaufwirtschaft keine Option mehr; ihre Umsetzung ist für das Überleben unerlässlich. Die Erholung der globalen und europäischen Wirtschaft wird die Anwendung bahnbrechender Strategien erfordern, die Paradigmen durchbrechen, die seit der Ära der Industrialisierung vorherrschen.
Lineare Produktion wird im 21. Jahrhundert aufgrund der unbegrenzten Ausbeutung natürlicher Ressourcen und des Verbrauchs fossiler Brennstoffe unhaltbar. Insbesondere wird erwartet, dass der globale Materialverbrauch wie Biomasse, fossile Brennstoffe, Metalle und Mineralien in den nächsten vierzig Jahren sich verdoppeln wird, und bis 2050 wird die jährliche Abfallproduktion voraussichtlich um 70% steigen („World Economic Forum“, The Circularity GAP report 2021).
Mehr als nur Recycling
Im Jahr 2019 wurden mehr als 92 Milliarden Tonnen Materialien extrahiert und verarbeitet, einschließlich der Produktion von Kunststoffen, Textilien, Lebensmitteln, Elektronik und mehr, was zur Erzeugung von etwa der Hälfte der globalen CO2-Emissionen beiträgt. Die Wirtschaft benötigt einen Wandel weg von linearer Ökonomie und dem ständigen Überschreiten der Grenzen des Möglichen.
Neue innovative Modelle ermöglichen eine aktivere Zusammenarbeit in Branchen, Städten und Gemeinschaften und eröffnen neue Dimensionen zur Schaffung nachhaltiger Werte, wie den Verkauf von Dienstleistungen anstelle von Produkten, die Wiedergewinnung von Ressourcen aus Abfall, das Teilen von Vermögenswerten und die Produktion ökologischer Lieferungen. Die Europäische Union hat strenge regulatorische Regeln festgelegt, um die festgelegten Ziele der Klimaneutralität bis 2050. zu erreichen.
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Die Kreislaufwirtschaft wird allmählich zu einem wesentlichen Modell für Entscheidungsträger in Regierungen und Unternehmen. Trotz dieses positiven Schwungs bleibt die heutige Wirtschaft jedoch überwiegend linear – und übermäßig ineffizient in Bezug auf die Nutzung natürlicher Ressourcen und die verursachte Verschmutzung. Es ist kein Geheimnis, dass die aktuelle „take-make-use-dispose“-Wirtschaft (engl. take-make-use-dispose) nachteilige Folgen für das Wohlbefinden von uns allen haben wird. Die Einführung von Maßnahmen, damit Materialien länger in der Technosphäre „zirkulieren“, ist grundlegend für eine effizientere Ressourcennutzung und die Verringerung der negativen Auswirkungen der Wirtschaft auf die Umwelt.
Produktionsschleifen
Die vorgenannten Maßnahmen (Wiederverwendung, Recycling, Remanufacturing, Wiederherstellung, kaskadierende Nutzung, usw.), die unterschiedlicher Natur sind, nehmen die Form von Material- und Produktionsschleifen in der Konsumkette an. Ihre Umsetzung erfordert technologische, organisatorische und soziale Innovationen, und der beste Weg, um von einem linearen Modell zu einem kreislaufwirtschaftlichen Modell überzugehen, muss noch definiert werden.
Organisationen sehen sich anhaltender Unsicherheit in der Lieferkette, strengeren Vorschriften zur Treibhausgasemission und Druck durch sich ändernde soziale Werte gegenüber. Bei all diesen Faktoren ist das traditionelle lineare Geschäftsmodell „take-make-waste“ (engl. take-make-waste) ineffizient und nicht nachhaltig.
Wesentliche Vorteile
Bei der Überlegung zu einem Übergang zu einem Modell der Kreislaufwirtschaft können Veränderungstreiber manchmal wesentliche Vorteile für ihre Organisation übersehen. Die Vorteile der Schließung von Schleifen in der Liefer- oder Wertschöpfungskette von Produkten beziehen sich oft auf interne und externe Compliance-Anforderungen. In einigen Fällen kann der Übergang zu einem geschlossenen System sogar zur Schaffung neuer und spannender Einnahmequellen für die Organisation führen.
