Laut der Schätzung von Goran Šaravanja, dem Chefökonom der Kroatischen Handelskammer, lag das reale Wachstum der kroatischen Exporte in den ersten neun Monaten dieses Jahres bei etwa vier Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Obwohl das DZS offiziell ein Wachstum von 34 Prozent verzeichnet, kommt die Schätzung, wenn der absolute Wert der Exporte um Preiserhöhungen (basierend auf den Importpreisen in der Eurozone) bereinigt wird, auf die genannten vier Prozent.
– Angesichts der allgemein unsicheren Zeiten in der globalen Wirtschaft sollte dieses Ergebnis nicht unterschätzt werden – kommentiert Šaravanja.
Die Schätzung des realen Wachstums der Exporte ist einer der Indikatoren, die in der aktuellen Übersicht über die wichtigsten wirtschaftlichen Trends in Kroatien und der Welt mit dem Titel ‚HGK Puls‚ veröffentlicht werden, einem neuen Service der HGK, der diese Woche auf den Seiten der online Plattform Digitalna komora beworben wurde.
In der HGK wurde festgestellt, dass es eine gewisse Lücke auf dem kroatischen Markt gibt, wenn es um die Bewertungen makroökonomischer Trends geht, da niemand, der sie regelmäßig veröffentlicht, den Nutzern einen umfassenden Überblick mit Indikatoren aus allen Wirtschaftssektoren (außer der Landwirtschaft) bietet. Außerdem befassen sich die meisten Bewertungen nur mit Kroatien und der EU, gelegentlich mit den USA, aber niemand spricht China an, was, wie Šaravanja anmerkt, für Deutschland und folglich für die kroatische Wirtschaft von extrem großer Bedeutung ist.
