Laut den heute veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamtes hat der Einzelhandel nach einem Rückgang des realen Umsatzes im Oktober wieder positive Werte erreicht. Im Vergleich zum Oktober stieg der gesamte saisonal und kalenderbereinigte Umsatz im Einzelhandel um real 0,6 Prozent, während im Vergleich zum November 2021 der kalenderbereinigte Umsatz um ein Prozent in realen Begriffen zunahm.
Monatlich gesehen fiel der Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln um real 0,5 Prozent, während der Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln (ohne Motorenbenzin und Schmierstoffe) um 4,7 Prozent zunahm, so eine Mitteilung der Raiffeisen-Forschung.
Im Vergleich zum November 2021 liegt der reale Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren um 1,8 Prozent niedriger, während der Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln (ohne Motorenbenzin und Schmierstoffe) um ein Prozent zunahm.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2022 stieg der kalenderbereinigte Umsatz im Einzelhandel im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um real 2,1 Prozent.
Trotz steigender Inflationsdruck und weiterhin relativ ungünstiger Verbraucherstimmung, die unter dem langfristigen Durchschnitt bleibt, ist die reale jährliche Wachstumsrate im Einzelhandel von einem Prozent die höchste in den letzten vier Monaten. Leicht positive Veränderungen wurden durch Daten der Steuerverwaltung zu den fiskalischen Belegen angezeigt, die weiterhin zweistelliges Wachstum im Wert der ausgestellten fiskalischen Belege im Einzelhandel zeigen. Zum Beispiel war der Gesamtumsatz der Einzelhändler im November in Abschnitt 47 des NKD um 14,4 Prozent höher, selbst trotz des historisch hohen jährlichen Wachstums des allgemeinen Preisniveaus im beobachteten Monat (13,5 Prozent).
Es sollte jedoch angemerkt werden, dass die spürbare Verlangsamung des Wachstums im Einzelhandel teilweise auf die extrem hohe Leistung des Basiszeitraums, die hohe Inflation, die das reale Einkommen erodiert, und die anhaltende Unsicherheit zurückzuführen ist. Andererseits mildern ein relativ widerstandsfähiger Arbeitsmarkt und aus früheren Perioden angesammelte Ersparnisse die Auswirkungen größerer negativer Effekte.