Die Inflation in Deutschland verlangsamte sich im Dezember erheblich und fiel auf 8,6 Prozent, dank eines deutlich milderen Anstiegs der Energiepreise, so eine vorläufige Schätzung des Statistischen Bundesamtes Destatis am Dienstag.
Damit sinkt die jährliche Inflationsrate in der größten europäischen Volkswirtschaft im Dezember auf einen einstelligen Wert, nach 10 Prozent im November. Im Oktober lag sie bei 10,4 Prozent.
Der Bericht zeigte auch, dass die Verbraucherpreise im Dezember im Vergleich zum November um 0,8 Prozent gesunken sind, laut vorläufigen Daten von Destatis.
Das langsamere jährliche Preiswachstum im Dezember spiegelt einen milderen Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise wider, wie die Tabellen des Statistischen Bundesamtes zeigen.
Energie für Haushalte und Kraftstoffe waren im Dezember 24,4 Prozent teurer als im gleichen Monat des Vorjahres, nachdem sie im November um 38,7 Prozent gestiegen waren.
Lebensmittel kosten die Bürger im Dezember 20,7 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres, so der vorläufige Bericht von Destatis, nach einem nahezu identischen prozentualen Anstieg im November.
Die vorläufigen Daten zum harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der Vergleiche zwischen den EU-Mitgliedstaaten ermöglicht, zeigten ebenfalls eine einstellige jährliche Inflationsrate von 9,6 Prozent, nachdem sie im November 11,3 Prozent erreicht hatte.
