Die Aktivität der größten Wirtschaftsmacht Europas ging um 0,2 Prozent zurück, was ein schlechteres Ergebnis ist als zuvor erwartet, was zu der Annahme führt, dass Deutschland in diesem Jahr tatsächlich in eine Rezession eintreten könnte.
Die Produktion stagnierte im vierten Quartal, und wenn dies im ersten Quartal dieses Jahres anhält, ist eine Rezession nahezu unvermeidlich.
Allerdings kommt großer Optimismus aus dem milden Winter und der guten Füllung der Gasspeicher, die das Risiko von Engpässen in der aktuellen Heizsaison nahezu beseitigt haben. Darüber hinaus sind die Großhandelspreise für Gas ebenfalls von Rekordhöhen gefallen, was die Hoffnungen weiter erhöht, dass die Inflation schneller als erwartet nachlassen wird.
Hersteller, die eine bedeutende Rolle in Deutschland spielen, verzeichnen einen Rückgang der Aufträge, obwohl die Produktion durch einen großen Auftragsbestand aus der Lockdown-Phase sowie Probleme in den Lieferketten unterstützt wird.
Die deutsche Regierung sagte letzte Woche ein Wachstum von 0,2 Prozent für 2023 voraus, im Vergleich zu einer früheren Prognose eines Rückgangs von 0,4 Prozent, und Wirtschaftsminister Robert Habeck warnte vor einer möglichen Rezession und betonte, dass die durch die russische Invasion in der Ukraine verursachte Krise noch lange nicht vorbei sei.
Weitere Verschärfung der Geldpolitik
Die Aussichten bleiben unsicher. Die Inflation könnte hartnäckig bleiben, angesichts steigender Forderungen nach höheren Löhnen. Postangestellte sind in den Streik getreten, um eine Lohnerhöhung von 15 Prozent zu fordern, und auch die Beschäftigten im öffentlichen Sektor streben eine zweistellige Erhöhung an.
