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Elektronische Metadevices für den schnellen Zugang zu anderen Dimensionen

Die Menschheit wird mit den heutigen elektronischen Geräten und Kommunikationsnetzen nicht tiefer in die virtuelle Realität eintauchen, autonome Fahrzeuge genießen und intelligente Häuser nutzen können, aber eine Lösung ist am Horizont: neue ultraf schnelle Geräte für 6G und noch fortschrittlichere Netzwerke werden entwickelt.

Ein Forschungsteam in der Schweiz scheint auf dem richtigen Weg zu sein, um die sogenannte Terahertz-Lücke zu überwinden. Analysten verwenden diesen Begriff, um das Problem zu beschreiben, dass Kommunikationssysteme derzeit mit Signalen bei Geschwindigkeiten von bis zu mehreren Dutzend Gigahertz arbeiten können, während zukünftige 6G-Kommunikationen Signale schneller als Terahertz erfordern werden. Bei solchen Geschwindigkeiten können die heutigen Geräte, wie Transistoren, nicht funktionieren.

Unternehmen wie Apple, Ericsson und Huawei arbeiten intensiv an der Entwicklung neuer Halbleitermaterialien, um Transistoren für 6G-Netzwerke effizienter zu machen. Als Alternative zu Transistoren und Dioden hat der iranische Forscher Mohammad Samizahed Nikoo und sein Team am Schweizer Zentrum École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) eine neue Art von Gerät entwickelt, das in der Lage ist, viel höhere Geschwindigkeiten zu übertragen. Sie nannten ihr Konzept ein elektronisches Metagerät und demonstrierten in der Zeitschrift Nature, dass es ‚außergewöhnliche elektronische Eigenschaften‘ aufweist. Es verwendet ‚eine völlig andere Art von Schalter, mit einem anderen Betriebsprinzip und Mechanismus‘ als Transistoren. Das Metagerät basiert nicht auf der Bewegung von Elektronen, sondern auf elektromagnetischen Wechselwirkungen.

Das Team in der Schweiz hat Berichten zufolge erfolgreich Daten bei Frequenzen von Terahertz bis zu 100 Gigabit pro Sekunde übertragen, was bereits 10-mal schneller ist als 5G und 100-mal schneller als 4G-Netzwerke.

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