Der Anstieg der Zinssätze durch die Europäische Zentralbank hat begonnen, sich auf den kroatischen Markt auszuwirken, wie der Anstieg der Übernachtzinssätze sowie der Zinssätze für Bankkredite zeigt, wobei letzterer bei Krediten an Unternehmen ausgeprägter ist als bei Haushalten, erklärt die Kroatische Nationalbank in ihrem neuesten monatlichen Bulletin.
Im Bestreben, die Inflation zu dämpfen, hat der EZB-Rat die Leitzinsen angehoben um weitere 50 Basispunkte Mitte März, trotz wachsender Unsicherheit auf den Finanzmärkten. Somit liegt der derzeit wichtigste EZB-Zins für die Einlagen von Kreditinstituten bei der Zentralbank seit März bei drei Prozent, betont die CNB in der Zusammenfassung der Informationen über wirtschaftliche, finanzielle und monetäre Entwicklungen innerhalb dieses Bulletins.
Dieser Anstieg spiegelt sich auch im heimischen Finanzmarkt wider.
Wie die CNB feststellt, bleibt die Aktivität auf dem heimischen Geldmarkt zwar relativ bescheiden, jedoch hat der Anstieg der Leitzinsen begonnen, sich auf Übernachtzinssätze im kroatischen Geldmarkt auszuwirken, wobei der Übernachtzinssatz für den Handel der Banken mit Einlagen am Ende Februar 2,1 Prozent erreichte, verglichen mit 1,4 Prozent Ende Januar. Zum Vergleich: Im europäischen Markt lag er bei 2,4 Prozent.
Bezüglich der kurzfristigen Finanzierungskosten des Staates gibt die CNB an, dass der Zinssatz für einjährige Schatzanweisungen des Finanzministeriums bei der letzten Auktion in der zweiten Februarhälfte 2,7 Prozent betrug, verglichen mit 2,5 Prozent im Januar.
Auch die langfristigen Finanzierungskosten des Staates sind gestiegen, wobei die Rendite auf Kroatiens langfristige Anleihen Ende Februar 4 Prozent erreichte, was 53 Basispunkte höher ist als Ende Januar.
