Der Nettoverlust der Petrol-Gruppe im Jahr 2022 betrug 2,7 Millionen Euro, und das slowenische Energieunternehmen betont, dass das negative Geschäftsergebnis eine Folge ungünstiger Geschäftbedingungen ist, hauptsächlich der Preisregulierung.
Laut den Daten aus der Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse erzielte die Petrol-Gruppe im Jahr 2022 einen Rekordumsatz von 9,5 Milliarden Euro, was 91 Prozent mehr ist als im Jahr 2021.
Es wird jedoch angegeben, dass aufgrund der hohen Beschaffungspreise aller Energiequellen, der Auswirkungen der Preisregulierung für Kraftstoffe und anderer Energiequellen sowie der Schäden, die dem Unternehmen Geoplin Ljubljana (ein Mitglied der Petrol-Gruppe) durch den Mangel an Erdgas aus Russland entstanden sind, der Anstieg des Umsatzes sich nicht im bereinigten Brutto-Betriebsergebnis von 393,4 Millionen Euro widerspiegelt, was 28 Prozent niedriger ist als im Jahr 2021.
Das EBITDA der Petrol-Gruppe betrug im Jahr 2022 96,3 Millionen Euro, was 60 Prozent niedriger ist als im Jahr 2021. Den größten negativen Einfluss hatte die Regulierung der Kraftstoffpreise in allen Märkten, die 188,9 Millionen Euro betrug, sowie die Regulierung der Preise anderer Energiequellen mit 8,3 Millionen Euro. Das EBITDA der Petrol-Gruppe wurde auch durch den Mangel an Erdgas in Höhe von 51,7 Millionen Euro beeinträchtigt.
Aufgrund dieser instabilen und unsicheren Geschäftsumstände verzeichnete die Petrol-Gruppe im Jahr 2022 ein negatives Netto-Betriebsergebnis von 2,7 Millionen Euro, heißt es in der Bekanntgabe.
Es wird hinzugefügt, dass Petrol gewarnt hat, dass die Regulierung die Geschäftstätigkeit negativ beeinflusst, und um den durch die regulierten Kraftstoffpreise im Jahr 2022 verursachten Schaden auszugleichen, wurden Vorschläge zur einvernehmlichen Streitbeilegung an die Staatsanwaltschaften der Republik Slowenien und der Republik Kroatien in Höhe von 106,9 Millionen Euro in Slowenien und 55,9 Millionen Euro in Kroatien eingereicht.
– Außergewöhnliche Ereignisse im internationalen geopolitischen und geschäftlichen Umfeld, die nicht vorhersehbar waren und die sowohl die europäische als auch die slowenische und kroatische Wirtschaft stark geprägt haben, hatten einen starken Einfluss auf die Geschäftsergebnisse der Petrol-Gruppe. Das Jahr 2023 wird ebenfalls äußerst herausfordernd sein – erklärte unter anderem die CEO von Petrol d.d. Nada Drobne Popović.
