Die deutsche Wirtschaft dürfte im ersten Quartal gewachsen sein, dank einer Erholung der Industrieproduktion, gab die deutsche Zentralbank am Montag bekannt.
In ihrem regelmäßigen Monatsbericht hat die Bundesbank ihre Prognose von vor einem Monat revidiert, die einen leichten Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in den ersten drei Monaten dieses Jahres vorhergesagt hatte.
Die größte Volkswirtschaft der Eurozone hatte im vergangenen Jahr einen Großteil der Zeit zu kämpfen, da die steigenden Energiepreise ihren massiven Industriesektor belasteten, aber seit dem Rückgang der Gaspreise ist eine moderate Erholung im Gange, die die Hoffnungen unterstützt, dass eine Rezession vermieden werden kann.
„Die deutsche Wirtschaft hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als vor einem Monat erwartet, und die Aktivität dürfte sich erneut leicht verstärkt haben“, erklärte die Bundesbank. „Die Industrie hat sich stärker erholt als erwartet“, fügte die Zentralbank hinzu.
Der milde Optimismus der Bundesbank stimmt mit einer Reihe von Daten aus aktuellen Umfragen überein, die auf eine leichte Erholung der Wirtschaft nach einem Rückgang der Aktivität um 0,4 Prozent im vierten Quartal 2022 hinweisen.
Der Rückgang der Gaspreise hat energieintensive Industrien unterstützt, die Versorgungsengpässe haben weiterhin nachgelassen, die Nachfrage nach Autos ist gestiegen, und auch der Bausektor hat einen Aufschwung erfahren, obwohl dies teilweise auf günstigere Wetterbedingungen zurückzuführen ist.
Die Industrieaufträge sind ebenfalls kürzlich gestiegen, was darauf hindeuten könnte, dass die Nachfrage nach Industriegütern den Tiefpunkt des Zyklus überschritten hat, bemerkte die Bank.
Eine hohe Beschäftigung sollte auch weiterhin den Konsum unterstützen, und die Arbeitslosigkeit dürfte im nächsten Monat leicht sinken, fügte die Zentralbank hinzu.
Die Aussichten bleiben jedoch gemischt, da die Inflation weiterhin auf dem Konsum lastet und eine Wende bei den Kernpreisdruck noch nicht die Verbraucher erreicht hat. Dennoch dürfte das Preiswachstum weiterhin langsamer werden, und selbst wenn die Kerninflation einige Zeit hoch bleibt, sollte das Wachstum der Dienstleistungspreise allmählich nachlassen, fügt der Bericht der Bundesbank hinzu.
