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Reform des Pharmamarktes: Neue Medikamente müssen in den ärmeren Mitgliedstaaten der EU verfügbar sein

Die Europäische Kommission hat eine neue Reform des Pharmamarktes angekündigt, die erste seit fast 20 Jahren, und eine der Neuerungen dieser Reform ist, dass neue Medikamente die Märkte der ärmeren EU-Länder, einschließlich Kroatien, schneller erreichen werden. Der Plan der Reform sieht vor, dass alle Patienten in der EU rechtzeitig und gleichberechtigt Zugang zu sicheren und effektiven Arzneimitteln haben, während gleichzeitig die Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten für die Pharmaindustrie in der EU unter Berücksichtigung der Umweltpolitik erhöht werden.

Eine der Reformen wird die Schaffung eines einheitlichen Marktes für Arzneimittel sein, der sicherstellt, dass alle Patienten in der EU rechtzeitig und gleichberechtigt Zugang zu sicheren, effektiven und erschwinglichen Arzneimitteln haben. Darüber hinaus wird die administrative Belastung drastisch reduziert, indem die Verfahren erheblich beschleunigt und die Zeit für die Arzneimittelzulassungen verkürzt wird, damit sie schneller zu den Patienten gelangen, und ihre Verfügbarkeit wird erhöht, um sicherzustellen, dass Arzneimittel immer an die Patienten geliefert werden können, unabhängig davon, wo sie in der EU leben.

Im Moment erhalten Patienten in ärmeren osteuropäischen EU-Ländern, einschließlich unseres eigenen, neue Medikamente Jahre nach ihren westlichen Kollegen. Westliche Länder zahlen erheblich mehr für Arzneimittel, und da die Zulassungen in jedem Markt teuer und zeitaufwendig sind, kümmern sich einige Unternehmen nicht einmal darum, neue Medikamente in ärmeren Märkten zu akkreditieren, da sie solche Geschäftslogik als unrentabel betrachten. Dies wird nicht mehr erlaubt sein.

Die regulatorische Schutzfrist für solche Medikamente gilt nur für einen bestimmten Zeitraum für diejenigen Pharmaunternehmen, die neue Medikamente in allen 27 EU-Märkten einführen. Das bedeutet, dass es keine Bevorzugung wohlhabender westlicher Länder, die mehr für Arzneimittel zahlen, mehr geben wird.

Darüber hinaus gibt es Anreize für die Pharmaindustrie. Neue Anreize werden Unternehmen ermutigen, ihre Medikamente Patienten in allen EU-Ländern zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine bessere frühzeitige regulatorische und wissenschaftliche Unterstützung für Entwickler vielversprechender neuer Medikamente bieten, um eine schnelle Zulassung zu erleichtern und kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen. Die wissenschaftliche Bewertung und Genehmigung von Arzneimitteln wird beschleunigt, wodurch die Genehmigungsverfahren auf 180 Tage anstelle der vorherigen 400 Tage verkürzt werden.

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