In den globalen Märkten stieg der Wert des Dollars gegenüber einem Währungskorb in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge, angetrieben von Unsicherheit an den Aktienmärkten und gestiegenen Erwartungen, dass die Fed die Zinssätze weiter erhöhen wird.
Der Dollarindex, der die Bewegung des Wertes des US-Dollars gegenüber den anderen sechs wichtigsten Weltwährungen zeigt, stärkte sich in der vergangenen Woche um 1 Prozent auf 104,17 Punkte.
Gleichzeitig stärkte sich der Dollar um 0,75 Prozent gegenüber der europäischen Währung, was den Preis des Euros auf 1,0725 Dollar sinken ließ. Der Wechselkurs des Dollars gegenüber der japanischen Währung stieg hingegen um 1,9 Prozent auf 140,60 Yen.
Die Stärkung des Dollars zum dritten Mal in Folge wird unter anderem auf seinen Status als sichere Währung in unsicheren Zeiten zurückgeführt.
An der Wall Street und an anderen großen globalen Börsen herrschte Unsicherheit aufgrund der Ungewissheit rund um die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern in den USA über die Erhöhung der Schuldenobergrenze.
Am Samstag wurde bekannt gegeben, dass ein vorläufiges Abkommen erzielt wurde, was bedeutet, dass es keine Störungen bei der Finanzierung staatlicher Verpflichtungen geben sollte.
Unterstützung für den Dollar kam auch von Nachrichten von Beamten der US-Notenbank, die darauf hinwiesen, dass weitere Zinserhöhungen möglich sind, um die Inflation zu dämpfen.
Eine Reihe von Daten zeigt, dass das Wirtschaftswachstum und die Inflation sich verlangsamen, jedoch nicht schnell genug, was die Fed-Leiter dazu veranlasst, darauf hinzuweisen, dass die Zinssätze wahrscheinlich weiter steigen werden.
Infolgedessen schätzt der Geldmarkt jetzt, dass die Wahrscheinlichkeit bei 60 Prozent liegt, dass die Fed die Zinsen im Juni um weitere 0,25 Prozentpunkte erhöhen wird, während diese Wahrscheinlichkeit vor einer Woche bei etwa 20 Prozent lag.
Dank dessen erreichte der Dollarindex Mitte der Woche seinen höchsten Stand seit zwei Monaten. Am Freitag verlor er jedoch einige seiner Gewinne.