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Technische Fachkräfte ohne notwendige Soft Skills werden es schwerer haben, voranzukommen

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Aber andere stören mich, während ich arbeite. Ich arbeite am besten allein – dieser Satz wird es Ihnen schwer machen, heute im Geschäft Erfolg zu garantieren. Nein, es reicht nicht mehr aus, der Beste in dem zu sein, was Sie tun. Und nein, Sie können sich nicht in Ihr Zimmer einschließen und Ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen. Teamfähigkeit, Empathie und gute Kommunikation – das sind die Eigenschaften, die immer mehr Arbeitgeber bei ihren Mitarbeitern sehen möchten, und Erfolg am Arbeitsplatz erfordert heute mehr als technische Expertise.

Im Wettstreit zwischen den von Mitarbeitern geforderten Soft- und technischen Fähigkeiten haben die weicheren Fähigkeiten seit einiger Zeit die Oberhand. Und das ist nicht ungewöhnlich. In den letzten Jahren hat sich viel verändert; unter anderem die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Pandemie hat ihre Auswirkungen gehabt, die Technologie verwandelt Jobs fast täglich, und die gefragten Fähigkeiten ändern sich entsprechend. In einer Zeit, in der sich viele fragen, ob die Technologie in Zukunft ihre Jobs übernehmen wird, ist es erwähnenswert, dass die Fähigkeiten, die unsere Menschlichkeit definieren, die wertvollsten und gefragtesten auf dem Markt werden.

Technische vs. Soft Skills

Und natürlich bedeutet das nicht, dass es nicht mehr wichtig ist, zu wissen, wie man seinen Job macht, ganz im Gegenteil. Technische Fähigkeiten sind nach wie vor unbestreitbar wichtig, aber sie sind, wie das MojPosao-Portal erklärt, nur ein Teil des Puzzles, das einen qualitativ hochwertigen und gefragten Arbeiter ausmacht. Ihrer Erfahrung nach suchen Arbeitgeber heute nicht mehr nach Bildung und Qualifikationen, die früher der wichtigste Teil von Stellenanzeigen waren, sondern nach Fähigkeiten wie guter Kommunikation, Teamfähigkeit, Kreativität in der Arbeit, Selbstmotivation, effektiver Problemlösung und dem Umgang mit unvorhergesehenen Situationen – alles Eigenschaften, die uns von Maschinen unterscheiden.

– Ich würde sagen, dass technisches Wissen und Fähigkeiten, oder allgemein Kernwissen, das mit dem Beruf und den grundlegenden Aktivitäten des Arbeitgebers verbunden ist, schon seit geraumer Zeit nicht mehr die einzigen Dinge sind, nach denen Arbeitgeber suchen. Es haben sich Veränderungen ergeben, die hohe Effizienz, Agilität und Anpassungsfähigkeit an Veränderungen erfordern, was wiederum von einer Reihe von Faktoren abhängt, die genau mit Soft Skills zusammenhängen. Zum Beispiel ist Motivation ein äußerst wichtiger Erfolgsfaktor, daher ist es notwendig, Menschen zu fördern und einzustellen, die wissen, wie sie sich selbst und ihre Kollegen motivieren können – erklärte die außerordentliche Professorin Renata Geld von der FFZG.

Und dass technische Fähigkeiten nicht mehr entscheidend sind, wurde auch von Ana Talajić, Personalmanagerin für die Adriatische Region bei Mazars, betont, die erklärte, dass es gerade die Soft Skills sind, die Mitarbeiter unterscheiden und weitgehend über Entscheidungen hinsichtlich ihrer Bindung oder Beförderung bestimmen.

– Die Fähigkeiten des einundzwanzigsten Jahrhunderts basieren auf tiefen Lernfähigkeiten wie kritischem Denken, Problemlösung und Teamarbeit und bestehen aus einer Kombination von Soft Skills und technischen Fähigkeiten. Ein Mitarbeiter kann technisch versiert sein, aber ohne die notwendigen Soft Skills hat er geringere Chancen, wie andere voranzukommen – betonte Talajić.

Pandemie als Katalysator

Und für all jene, die immer noch denken, dass die Geschichten über die Pandemie vorbei sind – das sind sie nicht. Nämlich, wie in vielen anderen Dingen, hat gerade die Pandemie, sowie die Krisen, die ihr folgten, zu Veränderungen im Arbeitsumfeld beigetragen.

– Herausforderungen wie die Pandemie, der Krieg in der Ukraine, Inflation und Erdbeben haben dazu geführt, dass Organisationen heute emotional intelligente Mitarbeiter mit einer Reihe von Soft Skills suchen. Vor zehn bis fünfzehn Jahren waren die gefragtesten Fähigkeiten Kreativität, Proaktivität und Zeitmanagement. Heute hingegen sind die begehrtesten Mitarbeiter diejenigen, die bereit für Herausforderungen sind und wissen, wie sie mit Veränderungen umgehen – erklärte Tanja Prekodravac, Senior Human Resources Management Consultant von der Selectio Group.

Digitalisierung auf unseren Fersen

Krisen sind nicht die einzigen Faktoren, die den zunehmenden Fokus auf Soft Skills beeinflussen. Der technologische Fortschritt verändert das Arbeitsumfeld erheblich, und infolgedessen ändern sich auch die erforderlichen Fähigkeiten. Selbst ohne die Einführung hochentwickelter Technologie am Arbeitsplatz hat das MojPosao-Portal ein Beispiel dafür geliefert, wie die Digitalisierung die Anforderungen an Jobs in den letzten zwanzig Jahren verändert hat. Aufgrund von sozialen Medien, E-Mails und anderen digitalen Kommunikationsmitteln, die jetzt Teil der Routine eines jeden sind, hat sich die Notwendigkeit entwickelt, die Regeln der Geschäftskommunikation im Internet, das Schreiben von E-Mails und die Durchführung virtueller Meetings zu verstehen.

Allerdings stehen wir jetzt auf einem viel höheren Niveau als bei der Einführung von E-Mails der künstlichen Intelligenz gegenüber. Wir hören fast täglich, welche Jobs digitalisiert werden, welche verschwinden werden und was KI besser kann als Menschen.

Geheime Waffe gegen Technologie

Es gibt jedoch vieles, was Technologie nicht tun kann! Gerade die Soft Skills sind die Hauptwaffe, die uns keine Angst vor künstlicher Intelligenz machen sollte. Obwohl sie einige Aufgaben effizienter erledigen kann als Menschen, gibt es immer noch viele Bereiche, in denen menschliche Fähigkeiten unersetzlich sind. Alle unsere Gesprächspartner sind sich in einer Sache einig: Menschen haben etwas, das künstliche Intelligenz nicht hat.

Was können wir also in Zukunft erwarten? Welche Fähigkeiten werden bald entscheidend sein? Antworten auf diese Fragen und den gesamten Text finden Sie in der digitalen oder gedruckten Ausgabe von Lider.

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