Als das allwissende ChatGPT Ende letzten Jahres sprach, sahen Unternehmen einen neuen Morgen. Während neugierige Menschen auf der ganzen Welt sich damit beschäftigten, bizarre Fragen an diesen neuesten Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) zu stellen, und ChatGPT beispielsweise in einem Lied, das es über eine Katze namens Masha schrieb, Schwierigkeiten hatte zu erklären, dass sie nicht böse ist, sondern einfach akzeptiert werden möchte, waren Unternehmen mit ihrem enormen Potenzial zur Steigerung der Arbeitsproduktivität beschäftigt.
Gleichzeitig betrachteten Arbeiter, die ein wenig über die Macht der Technologie und den Einfluss der künstlichen Intelligenz auf die Transformation der Gesellschaft wissen, ChatGPT als einen gefährlichen Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt, der bald menschliche Arbeitsplätze dezimieren könnte in vielen Berufen und Branchen.
Microsofts Copilot
Obwohl generative KI-Tools, die auf E-Mails, CRMs und Dokumente zugreifen können, derzeit als Assistenten für Mitarbeiter dienen, ist die Frage, wann sie in einigen Branchen eine führende Rolle übernehmen werden.
Dank großer Sprachmodelle können leistungsstarke Tools Texte zusammenfassen und erklären, E-Mails und Besprechungsnotizen verfassen, Agenden erstellen und sogar Daten aus Tabellenkalkulationen analysieren. Solche Tools, von denen es immer mehr gibt, werden von den größten Technologieunternehmen entwickelt und besessen, aber eine zunehmende Anzahl von Startups entwickelt solche Anwendungen, die auf spezifische Branchen wie Marketing, Recht, Versicherung… ausgerichtet sind.
Für den Moment dominieren jedoch die größten globalen Technologieunternehmen Microsoft und Google das Feld der generativen KI-Tools, und es ist schwer zu glauben, dass irgendein Startup, egal wie innovativ sein Produkt ist, mit ihnen konkurrieren könnte. Microsoft hat in Partnerschaft mit OpenAI den AI Copilot geschaffen, der einfach zum Programmieren verwendet werden kann; er ist auch in Windows (Windows 11) verfügbar.
Er ist nicht nur für Entwickler und Software-Ingenieure gedacht, sondern auch für andere, aber derzeit ist er nur für Geschäftsnutzer auf Einladung verfügbar. Microsoft 365 Copilot nutzt große Sprachmodelle, um Aufgaben innerhalb der Suite von Arbeitsanwendungen Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams zu automatisieren. Mit Copilot haben Nutzer Zugang zu generativer künstlicher Intelligenz zum Entwerfen von Texten in Word, Projektionen in PowerPoint und Datenanalysen in Excel zur Erstellung von Diagrammen und Grafiken. In Outlook kann Copilot E-Mails verfassen, und in Teams kann er Echtzeit-Zusammenfassungen von Besprechungen bereitstellen, was sehr hilfreich für diejenigen ist, die einen Teil der Besprechung verpasst haben, da dieses Tool ihnen die notwendigen Informationen bereitstellt.
Das Problem ist jedoch, dass Copilot, wie andere solche Tools, noch nicht weit verbreitet ist; er ist nur für Unternehmen im Rahmen eines kostenpflichtigen Vorschauprogramms verfügbar, und selbst dann nur auf Einladung. Obwohl Microsoft angekündigt hat, dass es einen breiteren Zugang ermöglichen wird, ist noch unklar, wann dies tatsächlich geschehen wird.
Google ist Microsoft nicht weit hinterher, da es eine Sammlung von Tools namens Duet AI für seine Workspace-Anwendungen vorbereitet hat. Wenn Gmail-Nutzer beispielsweise auf das Symbol ‚hilf mir beim Schreiben‘ klicken, wird das Tool einen Plan für die Arbeit skizzieren, die sie erledigen müssen.
Aus Googles Labor
Duet AI in Gmail kann den Inhalt empfangener E-Mails verstehen und eine kurze, klare und allgemeine Antwort formulieren. Darüber hinaus verfügt Google Slides über ein Bildgenerierungstool, das die Erstellung visueller Rahmen basierend auf Text ermöglicht, wie ‚eine Frau, die über einen Salat lacht‘ für eine Präsentation über die Geschichte der Frauen in Memes in Google Sheets.
Duet AI kann auch automatisch Daten innerhalb von Tabellenkalkulationen organisieren und einen maßgeschneiderten Projektmanagementplan mit einer Anfrage zu einem bestimmten Thema oder Ereignis entwerfen. Derzeit sind die Duet AI-Tools in einer Testumgebung namens Labs verfügbar, auf die nur vertrauenswürdige Tester Zugriff haben, aber jeder, der möchte, kann sich für eine Warteliste anmelden und geduldig darauf warten, dass Google den Zugang für eine größere Anzahl von Nutzern ermöglicht.
Zoom hat auch seine intelligenten Tools verbessert. Die Zoom IQ-Sammlung für Videokonferenzen generiert jetzt Echtzeit-Besprechungsberichte mithilfe der OpenAI-API. Es kann auch über Textanfragen ’nachdenken‘, Gespräche aus Zoom-Chats zusammenfassen, E-Mails basierend auf dem Inhalt dieser Gespräche entwerfen und Agenden für zukünftige Besprechungen zu einem bestimmten Thema schreiben.
