Chinesische Exporte sanken im August und markierten den vierten aufeinanderfolgenden Monat des Rückgangs, so die am Donnerstag veröffentlichten Daten der Zollbehörde, die eine schwächere ausländische Nachfrage angesichts steigender Zinssätze und Handelsstreitigkeiten mit den USA widerspiegeln.
Die Exporte fielen im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um 8,8 Prozent, nach einem Rückgang von 14 Prozent im Juli.
Auch die Importe gingen zurück, um 7,3 Prozent. Im Juli fielen sie um 12,4 Prozent.
China verzeichnete im August einen Handelsüberschuss von 68,36 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 15,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat entspricht.
Die ausländische Nachfrage nach chinesischen Waren hat in den letzten Monaten unter dem Druck höherer Zinssätze, die die wirtschaftliche Aktivität erstickt haben, nachgelassen. Die Zentralbanken erhöhen die Kreditkosten, um die Inflation zu dämpfen, indem sie die Nachfrage verringern.
Handelsstreitigkeiten mit den USA haben ebenfalls auf die chinesischen Exporte gedrückt. Washington versucht, die heimische Industrie, insbesondere im Schlüsseltechnologiesektor, zu unterstützen und hebt potenzielle Bedrohungen für die nationale Sicherheit hervor.
China sieht sich auch Herausforderungen bei der inländischen Nachfrage gegenüber, die sich von strengen COVID-19-Beschränkungsmaßnahmen noch nicht erholt hat, sowie Problemen im Immobiliensektor und ungünstigen demografischen Trends.
Ein wichtiger Indikator für den inländischen Konsum, die Importe aus Südkorea, sanken im August um 20 Prozent, nach einem Rückgang von 27,5 Prozent im Vormonat.
Die Regierung hat ein Wachstumsziel von fünf Prozent für dieses Jahr festgelegt und signalisiert durch eine Reihe von Anreizen, dass sie Schwierigkeiten bei der Erreichung dieses Ziels erwartet.
