Verbraucher in der Eurozone erwarten bis Ende Sommer nächsten Jahres eine leicht stärkere Lohnsteigerung, aber auch eine etwas höhere Inflation, die sich auf den Konsum auswirken wird, wie die monatliche Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt.
Die Inflation wird laut den Verbrauchern in der neuesten EZB-Umfrage, die im August durchgeführt wurde, im August nächsten Jahres voraussichtlich 3,5 Prozent betragen. Einen Monat zuvor hatten sie eine Inflationsrate von 3,4 Prozent vorhergesagt.
Bis zum Sommer 2026 sollte sie auf 2,5 Prozent sinken, prognostizieren sie, was bedeuten würde, dass die EZB das angestrebte Preiswachstumsniveau im Bereich der gemeinsamen Euro-Währung von zwei Prozent auch in drei Jahren nicht erreichen würde.
Die nominalen Löhne werden laut den Verbrauchern in den nächsten 12 Monaten voraussichtlich um 1,2 Prozent steigen. In der Umfrage im Juli hatten sie einen Anstieg von 1,1 Prozent vorhergesagt. Der nominale Konsum wird um 3,3 Prozent steigen, was 0,1 Prozentpunkte schwächer ist als in der vorherigen Umfrage angegeben.
Die Wirtschaft der Eurozone wird voraussichtlich in den nächsten 12 Monaten um 0,8 Prozent schrumpfen, was etwas stärker ist als Mitte Sommer vorhergesagt.
Die Arbeitslosenquote wird bis Ende Sommer nächsten Jahres voraussichtlich 11,1 Prozent betragen, schätzen sie, und auch etwas höher sein als in der Umfrage im Juli angegeben.
