Home / Geschäft und Politik / Das deutsche BIP ist im dritten Quartal leicht gesunken

Das deutsche BIP ist im dritten Quartal leicht gesunken

<p>SAVEZNA REPUBLIKA NJEMAČKA</p>
SAVEZNA REPUBLIKA NJEMAČKA / Image by: foto Shutterstock

Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal leicht gesunken, belastet durch die schwache Kaufkraft der Bürger und höhere Zinssätze, wie Daten des Statistischen Bundesamtes am Montag zeigten.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel in den drei Monaten bis September um 0,1 Prozent im Vergleich zu den vorhergehenden drei Monaten, so die preisbereinigten, saison- und kalenderbereinigten Daten von Destatis.

Im zweiten Quartal wurde jedoch ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent erzielt, nach einer Stagnation in den ersten drei Monaten dieses Jahres, wie die revidierten Daten des Statistischen Bundesamtes für beide Quartale zeigen.

Die vorherigen Daten wiesen auf eine Stagnation im zweiten Quartal und einen Rückgang der Aktivität um 0,1 Prozent in den ersten drei Monaten hin, wie die Tabellen zeigen.

Destatis hebt den schwächeren privaten Konsum als einen besonders ungünstigen Faktor hervor, da die hohe Inflation die Kaufkraft der Verbraucher im Zeitraum von Juli bis September erodiert hat.

Die Belastung für den Konsum waren die erhöhten Zinssätze. Die Europäische Zentralbank hat diese seit Juli letzten Jahres um 4,5 Prozentpunkte angehoben, um die Inflation in der Eurozone zu dämpfen. In der vergangenen Woche hielten sie diese auf dem aktuellen Niveau, da sie einschätzten, dass sie das Preiswachstum durch eine Verlangsamung des Konsums eingedämmt haben.

Positive Beiträge zum deutschen BIP im Zeitraum von Juli bis September kamen von den Bruttoinvestitionen in Ausrüstungen und Maschinen, berichtete das Statistische Bundesamt.

Im Vergleich zum dritten Quartal des letzten Jahres fiel die größte europäische Volkswirtschaft um 0,8 Prozent, so die preisbereinigten Daten. Im zweiten Quartal verringerte sich die Aktivität im Jahresvergleich um 0,4 Prozent.

Bei Ausschluss kalenderbedingter Faktoren betrug die Rückgangsrate 0,3 Prozent, da das dritte Quartal dieses Jahres einen Arbeitstag weniger hatte als der gleiche Zeitraum des letzten Jahres, erklärt Destatis.

Markiert: