Die junge Kommunikationsagentur The Galerija entschied sich, ihre vielfältigen Dienstleistungen an einem Stand auf dem Zagreber Markt Dolac anzubieten. Kunden konnten PR nach Kilogramm kaufen, Werbung in voller Lautstärke, leere Strohpüree schlagen, aus einer Pastete springen und sogar eine Katze in einem Sack verkaufen, Rauch und Bälle anstelle von Nieren vom Verkäufer und PR-Studenten, Tomislav Drapela. Kurz gesagt, das Angebot umfasste alle negativen Stereotypen, die die Öffentlichkeit mit dem PR-Beruf assoziiert. The Galerija wollte die negativen Einstellungen veranschaulichen, mit denen Kunden manchmal in ihrer Arbeit konfrontiert sind, und die unzureichend anerkannten Bemühungen der Kommunikatoren sowie die negative Wahrnehmung des Berufs hervorheben. Diese Einstellungen wurden durch die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchung ‚Bild und Wahrnehmung des Public Relations Berufs in Kroatien‘ unterstützt, die, wie die Kampagnenersteller und Mitinhaber von The Galerija, Luka Lajić und Petra Grbavac, erklärten, sie unangenehm überrascht hat.
Schlechtes Image des Berufs
Die Untersuchung über das Bild und die Wahrnehmung des Public Relations Berufs, basierend auf einer Stichprobe von 213 Personen, zeigte, dass die Befragten Schwierigkeiten haben, Public Relations (PR) von Marketing zu unterscheiden, und die meisten glauben, dass der Beruf in Kroatien keinen guten Ruf und Status hat. Einige der Argumente der Befragten umfassen den negativen Ruf aufgrund von politischer PR, nachlässiger öffentlicher Kommunikation, Gleichsetzung mit Marketing, Manipulation, Arbeiten gegen das öffentliche Interesse und Personen ‚aus der Szene‘, die in diesem Beruf tätig sind, usw. Nur 16 Prozent der Befragten halten den PR-Beruf für ethisch. Einige der genannten Gründe für den Mangel an Ethik umfassen übermäßigen Einfluss auf die Medien, Greenwashing, Cliquen, Bestechung und Korruption, die Vertretung unehrlicher Politiker und die Priorisierung des Images über die Ethik. Die Untersuchung zeigte auch, dass nur 29 Prozent der Befragten glauben, dass die Arbeit und die Aktivitäten von PR genau gemessen und bewertet werden können. Dennoch glauben 72 Prozent der Befragten, dass professionelle PR-Dienstleistungen notwendig sind, um Image und Reputation aufzubauen, und im Falle der Krisenkommunikation stimmen 79 Prozent der Befragten zu.
