Während der legendären Serie Monty Python’s Flying Circus gab es keine Mobiltelefone, sodass John Cleese in dem unvergesslichen Sketch über das Ministerium für alberne Spaziergänge einen klassischen Aktenkoffer verwendete. Nun, obwohl das Ministerium außerhalb dieser Serie nie gegründet wurde, gibt es ernsthafte Labore, die das Gehen und allgemein alltägliche menschliche Bewegungen in Echtzeit analysieren.
Forscher der Fachhochschule Wien haben das aktuelle Phänomen einer nicht lustigen, aber sicherlich besonderen Art des Gehens untersucht – wie das Gehen mit einem Mobiltelefon in der Hand den Gang und das locomotorische System beeinflusst, und die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift Heliyon veröffentlicht.
Ziel der Forschung war es zu bestimmen, wie sich der übliche Gang von dem eines Menschen unterscheidet, der ein Smartphone benutzt. Und tatsächlich ist der Unterschied erheblich, und was der Forschungsleiter Sebastian Durstberger und sein Team entdeckten, ist etwas besorgniserregend, so eine Erklärung der Stadt Wien.
Nämlich, während wir gehen und gleichzeitig ein Mobiltelefon bedienen, verlangsamt sich unsere Gehgeschwindigkeit, die Schritte werden breiter, und unser Körper drückt den Knopf für den sogenannten Sicherheitsmodus. Eine günstige Umstände ist, dass breitere Schritte das Sturzrisiko verringern, aber andererseits gibt es eine größere Belastung auf der Außenseite des Kniegelenks, und die langfristigen Folgen sind nicht vielversprechend, da der Knorpel und der Meniskus im Laufe der Jahre an Elastizität verlieren was laut den düsteren Vorhersagen der Forscher früher oder später zu Arthrose führen könnte.
