Kroatien fehlen präzise Informationen darüber, wie viele ausländische Arbeiter vorhanden sind, wie ihr genaues rechtliches Beschäftigungsstatus ist und welchen Einfluss sie auf die Wirtschaft und das soziale Gefüge der kroatischen Gesellschaft haben, schreibt Jutarnji list.
Die Unterschiede in der gezählten Anzahl ausländischer Arbeiter, je nach statistischen Quellen, sind enorm. Die Kroatische Nationalbank veröffentlichte beispielsweise am Ende der Woche einen Kommentar einer Autorengruppe, die de facto anerkannt hat, dass die Einschätzung der Auswirkungen ausländischer Arbeitskräfte auf das kroatische BIP auf dramatisch unterschiedlichen Datensätzen basiert, die überhaupt nicht übereinstimmen, hinsichtlich der Statistiken des Kroatischen Instituts für Rentenversicherung (HZMO) und der Ergebnisse der sogenannten Arbeitskräfteerhebung.
Die Zahlen, die dem HZMO vorliegen, sind im Vergleich zu denen aus der Erhebung etwa fünfmal höher, was theoretisch nicht der Fall sein sollte. Gleichzeitig wurden in mehreren Zeitungsanalysen die Zahlen des Kroatischen Arbeitsamtes (HZZ) verwendet, die drastisch höher sind als die des HZMO.
So zeigt beispielsweise die HZZ-Daten, dass im Jahr 2022 mehr als 109.000 positive Stellungnahmen zu Anträgen auf Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen für Ausländer in Kroatien erteilt wurden. Auf der anderen Seite zeigt das Diagramm der HNB, dass die Anzahl der ausländischen Arbeiter im Jahr 2022 angeblich noch nicht die runde Zahl von 50.000 erreicht hat, während die Arbeitskräfteerhebung anzeigt, dass sie nicht einmal nahe bei 10.000 ist. Letztere Zahl ist lächerlich.