Die Erdgaspreise in Europa haben sich auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Jahren stabilisiert, dank eines reichlichen Angebots und eines milden Winters.
Am Dienstagmorgen wurde ein Megawatt-Stunde Gas für die Lieferung in einem Monat auf der niederländischen Referenz-Digitalplattform mit 29,7 Euro bepreist. Am Montag fiel er zum ersten Mal seit Anfang 2022 unter die 30-Euro-Marke.
Analysten heben das relativ reichliche Angebot an importiertem verflüssigtem Erdgas und die vollen Speicherkapazitäten aufgrund des milden Winters hervor. In Deutschland waren die Speicher am Samstag zu 83,80 Prozent gefüllt.
Zu Beginn des letzten Jahres lag der Preis bei etwa 79 Euro pro Megawatt-Stunde und überschritt im Oktober kurzzeitig 57 Euro, als der Konflikt im palästinensischen Gazastreifen Bedenken hinsichtlich der Versorgung aufwarf. Seitdem befindet er sich in einem Abwärtstrend.
Im August 2022 erreichte er 277 Euro aufgrund reduzierter Pipeline-Lieferungen aus Russland. Inzwischen ist Norwegen zum Hauptgaslieferanten Europas geworden.
