Die amerikanische Zentralbank, die Fed, machte bei ihrem Treffen in dieser Woche deutlich, dass Zinssenkungen stattfinden werden, jedoch nicht so schnell, wie viele Investoren hoffen. Nach zwei turbulenten Jahren, die von hoher Inflation geprägt waren, beschloss die Fed, eine der größten Zinserhöhungszyklen der letzten Jahrzehnte zu pausieren.
Die offizielle Erklärung ließ jede Erwähnung von ‚zusätzlicher Straffung der Politik‘ oder weiteren Zinserhöhungen, falls die Fed dies für angemessen hält, aus. Stattdessen gab es einen Hauch von Triumph, als die Zentralbank feststellte, dass die Aussichten auf Vollbeschäftigung und niedrige Inflation nun ausgewogen sind.
Während sie in dieser Woche, wie in den drei vorherigen Sitzungen, beschlossen, die Zinssätze auf demselben Niveau zu belassen, zwischen 5,25 und 5,5 Prozent, dem höchsten Niveau der letzten 23 Jahre, ist die Fed nicht bereit, mit Zinssenkungen zu beginnen. Warum? Weil die Beamten glauben wollen, dass die Inflation auf die angestrebten zwei Prozent gesenkt werden kann.
Dieses Bedürfnis nach einer gewissen Form von Sicherheit verwirrt Ökonomen und Investoren, da der Index für persönliche Konsumausgaben in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 nur 1,9 Prozent betrug. Dies ist ein Zeichen für sechs Monate ‚guter Nachrichten‘ über die Inflation, aber die Fed möchte mehr Daten und mehr Sicherheit, sodass die Erwartungen, dass Zinssenkungen im März beginnen werden, ziemlich übertrieben sind.
Die Folgen sind an der Wall Street spürbar
Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell war an diesem Mittwoch in optimistischer Stimmung, und es ist sicherlich wichtig zu beachten, dass die USA im letzten Jahr besser abschnitten als andere entwickelte Volkswirtschaften mit einem Wachstum von 3,1 Prozent, während die Arbeitslosigkeit im Dezember auf historisch niedrigen Niveaus von 3,7 Prozent blieb. Powell stellte jedoch fest, dass die Inflation noch nicht besiegt ist und dass es noch ‚viel zu tun‘ gibt.