Die Europäische Union sollte inländische Hersteller von Solarpanels, kann jedoch ihre Grenzen nicht für den Import dieser Produkte schließen, warnte die europäische Kommissarin für Energiepolitik Kadri Simson.
Ende Januar forderten europäische Hersteller von Solarpanels dringende Hilfsmaßnahmen von der Europäischen Union, um die Produktion angesichts billiger chinesischer Importe und angesammelter Bestände, die sie zwangen, die Preise zu senken und die Produktion einzustellen, zu erhalten. In einem Schreiben an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, warnte der Herstellerverband ESMC, dass die europäischen Produktionskapazitäten innerhalb von Wochen um mehr als die Hälfte reduziert werden könnten, wenn die EU keine dringende Hilfe bereitstellt.
ESMC fordert von der EU ein Programm zum Kauf von Überbeständen an Solarmodulen, um das Überangebot zu reduzieren. Sie verlangen auch Änderungen der staatlichen Beihilferechtsvorschriften und eine stärkere Unterstützung der Regierung für inländische Hersteller. Wenn die EU diese Maßnahmen kurzfristig nicht umsetzen kann, sollte sie auch ‚Schutz‘-Mechanismen in Betracht ziehen, wie z.B. Zölle und Quoten, die die Importe verlangsamen würden, schlägt der Verband vor.
Die EU arbeitet an einer Vielzahl von Unterstützungsinstrumenten für die Solarindustrie, sagte die EU-Kommissarin für Finanzstabilität Mairead McGuinness Anfang Februar im Europäischen Parlament und betonte gleichzeitig, dass potenzielle Maßnahmen gegen die festgelegten Ziele im Energiewandel abgewogen werden müssen. Bis 2030 sollte die EU über 750 Gigawatt Kapazität zur Stromerzeugung aus Solarenergie verfügen, verglichen mit 260 Gigawatt im Jahr 2023, gemäß dem Plan der EU-Kommission.
