Technologieaktien, die während der Coronavirus-Pandemie glänzende Momente hatten, stehen derzeit im Vergleich zu ihren Rekordwerten am Boden. Dennoch betrachten einige einflussreiche Finanzierer sie als hervorragende Gelegenheit. Eine solche Aktie ist Peloton, ein amerikanischer Hersteller von stationären Fahrrädern und Laufbändern. Der Aktienkurs von Peloton stieg am Mittwoch an der Börse um fast 11 Prozent, nachdem David Einhorn, Eigentümer des Hedgefonds Greenlight Capital, erklärte, dass die Aktie erheblich unterbewertet sei, berichtet CNBC. Greenlight Capital erwarb im Sommer einen Anteil an Peloton im Wert von knapp sieben Millionen Dollar.
Einhorns Aussage trieb den Aktienkurs von Peloton auf 6,40 Dollar, was im Vergleich zu den Werten vor einigen Jahren buchstäblich Kleingeld ist. Zum Zeitpunkt des ‚Lockdowns‘ nach dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 stieg die Aktie an der Börse aufgrund der Erwartungen eines signifikanten Verkaufsanstiegs. Investoren erwarteten, dass viele Menschen, die vor der Pandemie regelmäßig Sport trieben, die Trainingsgeräte von Peloton kaufen würden, um gesunde Gewohnheiten aufrechtzuerhalten und fit zu bleiben während des ‚Stay-at-home‘-Lebensstils.
Die Erwartungen waren nicht unbegründet. Im November 2020 gab das Unternehmen bekannt, dass die Verkäufe um 232 Prozent auf 758 Millionen Dollar gestiegen sind, und für das gesamte Geschäftsjahr 2020 verdoppelte sich der Umsatz auf 1,8 Milliarden Dollar. Das Pandemiejahr brachte Peloton ein weiteres seltenes ‚Geschenk‘ – das Unternehmen, das seit seiner Gründung im Jahr 2012 von Quartal zu Quartal Verluste machte, erzielte 2020 einen Gewinn von 63 Millionen Dollar.
Probleme und Skandale
Solche Ergebnisse motivierten das Management des Unternehmens, das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2021 auf erstaunliche 3,5 Milliarden Dollar festzulegen. Das folgende Geschäftsjahr war sogar besser als diese optimistischen Erwartungen; es endete mit einem Umsatz von 4,1 Milliarden Dollar. Allerdings führte die Abschwächung der Pandemie auch zu einer Abschwächung des Geschäfts, das bereits 2022 um ein Drittel zurückging.
