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Xiaomi und Huawei: Chinesische Tech-Giganten werden unabhängig in der Chipproduktion

In der dynamischen Welt der Technologie investieren die chinesischen Giganten Xiaomi und Huawei investieren Milliarden, um die Abhängigkeit von ausländischen Chip-Lieferanten zu verringern und strategische Autonomie zu gewährleisten. Beide Tech-Giganten entwickeln ihre eigenen Halbleitertechnologien, mit dem Ziel, nicht nur ihre Geschäfte zu stärken, sondern auch den Anforderungen der chinesischen Behörden nachzukommen, die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu reduzieren.

Xiaomi, bekannt für seine Smartphones und Innovationen in der Unterhaltungselektronik, betritt die Elite-Welt der Chipproduktion. Das Unternehmen plant, bis 2025 30 Milliarden Yuan (ca. 4 Milliarden Euro) in Forschung und Entwicklung zu investieren, mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung seines eigenen mobilen Prozessors. Diese strategische Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die chinesische Regierung die inländischen Tech-Unternehmen stark ermutigt, die Abhängigkeit von globalen Lieferanten wie Qualcomm und MediaTek zu verringern.

Xiaomi plant, 2025 mit der Massenproduktion seines eigenen Chips zu beginnen. Dieser Schritt ist nicht nur ein Versuch, sein Geschäftsfeld zu diversifizieren, das auch die Entwicklung von Elektrofahrzeugen umfasst, sondern stellt einen entscheidenden Sprung im Bereich der künstlichen Intelligenz und vernetzter Technologien dar. Trotz der Herausforderungen ist Lei Jun, der Präsident und CEO von Xiaomi, zuversichtlich, dass sich diese Investition langfristig auszahlen wird und neue technologische Möglichkeiten eröffnet.

Herausforderungen für Huawei

Gleichzeitig sieht sich Huawei Herausforderungen durch die Handelsbeschränkungen der USA gegenüber, entwickelt jedoch weiterhin seine eigenen fortschrittlichen Chips für künstliche Intelligenz. Das Unternehmen gab bekannt, dass es im ersten Quartal 2025 mit der Massenproduktion des KI-Chips Ascend 910C, produziert von der Chinese Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC), beginnen wird. Die Produktion steht jedoch vor ernsthaften Einschränkungen aufgrund eines Mangels an fortschrittlicher Lithografie-Ausrüstung des niederländischen Unternehmens ASML, was die Chip-Nutzung auf nur 20 Prozent reduziert hat.

Trotz dieser Herausforderungen hat Huawei bereits Proben des Ascend 910C-Chips an bestimmte Tech-Unternehmen gesendet, aber die aktuelle Nutzung liegt weit unter dem kommerziell tragfähigen Niveau, das Erträge von über 70 Prozent erfordert. Ähnliche Probleme betreffen das aktuelle Modell Ascend 910B, was das Unternehmen zwingt, strategische Aufträge zu priorisieren, einschließlich Aufträge von ByteDance, dem Eigentümer von TikTok, der bis Juli 2024 weniger als 30 Prozent der angeforderten Chips erhalten hatte.

Beide Initiativen erfolgen im Kontext eines intensiven Handelskriegs zwischen China und den Vereinigten Staaten, der in den scharfen Handelspolitiken des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gipfelte. Die US-Regierung drängt wichtige Akteure wie Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC), die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen einzuschränken, was die Bemühungen von Xiaomi und Huawei, in der Halbleiterproduktion unabhängig zu werden, weiter kompliziert.

Durch Investitionen in die Entwicklung ihrer eigenen Chips sichern sich Xiaomi und Huawei nicht nur strategische Unabhängigkeit, sondern legen auch den Grundstein für weitere technologische Entwicklungen in China. Obwohl sie ernsthaften Herausforderungen gegenüberstehen, von technologischen Einschränkungen bis hin zu geopolitischen Druck, zeigen diese chinesischen Tech-Giganten Entschlossenheit, wettbewerbsfähig auf dem globalen Markt zu bleiben, und ihre chipbezogenen Initiativen könnten weitreichende Folgen für die gesamte Chipindustrie haben.

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