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Alternative zu Deutschland: Drei Export-Hitmärkte im Jahr 2024 waren BiH, USA und Slowakei

Von Anfang des letzten Jahres bis Ende November betrug der Wert der kroatischen Warenexporte laut vorläufigen Ergebnissen des kroatischen Statistischen Amts 21,79 Milliarden Euro, also etwa siebenhundert Millionen Euro mehr als in den ersten elf Monaten des Vorjahres. All diese positive Differenz wurde in Märkten außerhalb der Europäischen Union erzielt. Die Exporte in die EU-Märkte blieben in diesem Zeitraum auf etwa demselben Niveau. Alle Wachstumsraten bei den Importen (1,9 Milliarden Euro) wurden hingegen ausschließlich aus den Märkten der EU-Länder realisiert.

Laut detaillierten Daten über den Außenhandel für die ersten zehn Monate des letzten Jahres wurde der größte Teil des Wachstums des Wertes der kroatischen Exporte auf dem Markt von Bosnien und Herzegowina erzielt. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stiegen die Exporte nach BiH um etwa 360 Millionen Euro auf 2,26 Milliarden Euro. Der zweite Markt außerhalb der EU, auf dem ein signifikantes Wachstum erzielt wurde, ist die USA, wo die Exporte in zehn Monaten um etwa 200 Millionen Euro auf 658 Millionen Euro stiegen.

Die Exporte aus Kroatien in die Märkte seiner größten Partner innerhalb der EU wuchsen bestenfalls bescheiden zwischen ein und zwei Prozent (nach Deutschland und Slowenien) oder sanken (2,4 Prozent nach Italien, 3,7 Prozent nach Österreich und 4,3 Prozent nach Ungarn), während es in mehreren Binnenmärkten sogar zu einem ernsthaften Anstieg kam. Der Wert der kroatischen Exporte in den ersten zehn Monaten unter den EU-Mitgliedstaaten stieg am meisten, zudem – er verdoppelte sich (auf 444 Millionen Euro) – auf dem Markt der Slowakei.

Bis Anfang Dezember des letzten Jahres wurden Waren im Wert von 38,5 Milliarden Euro nach Kroatien importiert, von denen etwas über 30 Milliarden Euro (7,4 Prozent mehr als in den ersten elf Monaten des Vorjahres) aus dem Binnenmarkt kamen. Lebensmittelprodukte machen satte zehn Prozent der Gesamteinfuhren aus, die damit eindeutig den ersten Platz nach Wert einnehmen. Der Wert der Importe von Erdölprodukten, Maschinen und Geräten sowie Chemikalien und chemischen Produkten betrug in den ersten zehn Monaten zwei und eine halbe Milliarden Euro. Während diese Kategorien mehr oder weniger mit Raten um den durchschnittlichen Importwachstumsraten gewachsen sind, ist der Sprung von 57 Prozent im Wert der Importe in der Kategorie ‚andere Transportmittel‘, die hauptsächlich Schiffe und Schienenfahrzeuge umfasst, überraschend, mit einem Wert von 1,13 Milliarden Euro, die importiert wurden. Gleichzeitig sanken die Exporte in dieser Kategorie um etwa dreißig Prozent auf 554 Millionen Euro.