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Tomislav Rosandić (Rijeka Gateway): Der neue Terminal kann ein Motor für das Wirtschaftswachstum in Kroatien und der weiteren Region werden

Rijeka Gateway (RGW), ein Containerterminal an der Zagreber Küste im Hafen von Rijeka, das im Besitz von Mærsk und der Enna-Gruppe Pavla Vujnovca ist, wird voraussichtlich das technologisch fortschrittlichste Containerterminal in der Region sein, sobald alle Investitionen abgeschlossen sind. Die erste Phase des Projekts ist im Gange. Sie umfasst den Bau des Terminals, in den bereits etwa zweihundert Millionen Euro investiert wurden. Laut den aktuellen Plänen wird der Terminal eine jährliche Kapazität von 650.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Units) haben, und der Abschluss dieser Phase wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Die zweite Phase sieht eine Erweiterung der Kapazität auf eine Million TEU und eine zusätzliche Investition von 180 Millionen Euro vor, die in den nächsten zehn Jahren durchgeführt werden soll. Dies ist eine erhebliche Summe, aber aus gutem Grund.

Nämlich, bis Ende des Jahres sollten etwa dreihundert Menschen am Terminal arbeiten, wobei die ersten Frachten bereits vereinbart und auf dem Weg sind. Das Ziel dieses Projekts ist es, Rijeka langfristig als wichtigen Zugangspunkt für die Märkte Mitteleuropas zu positionieren. Ob dies gelingen wird und was der Terminal für die Entwicklung des Hafens, der lokalen Gemeinschaft und der kroatischen Wirtschaft bedeutet, diskutieren wir mit Tomislav Rosandić, einem Mitglied des Vorstands von RGW, der das Unternehmen leitet.

In welchem Stadium befindet sich die Entwicklung des Terminals an der Zagreber Küste? Gibt es Herausforderungen, die den geplanten Fertigstellungstermin und den Beginn der Betriebsaufnahme beeinflussen könnten?

– Wir nähern uns dem Ende der Bauphase, die die letzten Arbeiten an der Infrastruktur des Terminals sowie die Renovierung von Lager 22 umfasst. Die letzten Arbeiten zur Ausstattung des Terminals haben neunzig Prozent erreicht, wobei der Großteil der Ausrüstung bestellt und planmäßig eingetroffen ist, um die ununterbrochene Fortsetzung der Aktivitäten zu gewährleisten. Im Oktober des letzten Jahres erhielten wir die ersten Kräne. Diese wurden installiert und ihre Tests wurden abgeschlossen, was einen wichtigen Schritt in der technischen Realisierung des Projekts darstellt. Die verbleibenden zwei Shore STS (ship-to-shore) Kräne sind vor ein paar Tagen angekommen, was bedeutet, dass fast alle wichtigen Geräte vor Ort sind. Trotz Herausforderungen wie der Abstimmung von Lieferzeitplänen und logistischen Abläufen schreitet der Terminal voran. Wir haben bereits hundert Personen eingestellt, von denen sieben direkt von der Universität kamen. Unsere Teams arbeiten weiterhin fleißig daran, sicherzustellen, dass der Terminal in der zweiten Jahreshälfte den Betrieb aufnimmt, gemäß den zuvor angekündigten Fristen.

Wie wird RGW weiter zur Entwicklung der kroatischen Wirtschaft und des regionalen Logistiknetzwerks beitragen? Können Sie abschätzen, welche Art von Multiplikatoreffekt es auf andere Sektoren haben wird, z.B. Transport, Handel und Tourismus?

– Rijeka Gateway hat das Potenzial, ein Motor für das Wirtschaftswachstum nicht nur in Kroatien, sondern auch in der weiteren Region zu werden. Es wird die Schaffung neuer Lieferketten ermöglichen und Geschäftsmöglichkeiten in vielen Sektoren eröffnen, von Transport über Logistik bis hin zum Handel. Die verbesserte Konnektivität in Mitteleuropa dank des Terminals wird den Frachtverkehr ankurbeln, was sich positiv auf lokale Produzenten und Exporteure auswirken wird. Darüber hinaus wird das Projekt internationale Investitionen anziehen und die Attraktivität der Region erhöhen, was indirekt den Tourismus beeinflussen kann, da es die Infrastruktur verbessert und die Region fördert, während es auch zusätzliche Investitionen in die Produktions-, Lager- und Logistiksektoren anzieht, wodurch indirekt Tausende neuer Arbeitsplätze gesichert werden. Neben seiner direkten Auswirkung fördert das Projekt Investitionen in ergänzende Infrastruktur, wie die Modernisierung der Eisenbahn, die Rijeka und Kroatien besser mit den europäischen Märkten verbinden wird.

Was sind die wichtigsten Wettbewerbsvorteile von Rijeka Gateway, welche Technologien und Innovationen wird es haben, wie wird der Terminal umweltfreundlich sein, und wie planen sie, globale Logistikunternehmen nach Rijeka zu ziehen? Finden Sie es in der neuen Ausgabe des gedruckten und digitalen Lider heraus.

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