Home / Geschäft und Politik / Adris Group: Eine Dividende von drei Euro pro Aktie wurde vorgeschlagen

Adris Group: Eine Dividende von drei Euro pro Aktie wurde vorgeschlagen

Der Vorstand und der Aufsichtsrat Adris Group haben der Hauptversammlung am Dienstag die Zahlung einer Dividende von drei Euro pro Aktie aus den nach 2012 erzielten einbehaltenen Gewinnen vorgeschlagen, wie das Unternehmen berichtete, was einem Anstieg von 43 Cent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Aufsichtsrat der Adris Group hat in seiner Sitzung am Dienstag die überarbeiteten konsolidierten und nicht konsolidierten Jahresfinanzberichte für 2024 diskutiert und bestätigt und die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung angenommen. Der Vorstand des Unternehmens hat außerdem beschlossen, die Hauptversammlung des Unternehmens einzuberufen, die am 17. Juni 2025 um 13:00 Uhr am Hauptsitz des Unternehmens in Rovinj stattfinden wird, wie Adris mitteilte.

Das Recht auf den Erhalt der Dividende gehört allen Aktionären des Unternehmens, die am 3. Juli als Aktionäre im Depot der Zentralen Abwicklungsstelle registriert sind, und sie wird am 24. Juli ausgezahlt.

Bei der Erläuterung der Geschäftsergebnisse für 2024 betonte CEO Marko Remenar , dass die Adris Group in einem ‚instabilen, sich verändernden und hochgradig unsicheren Umfeld‘ als Ganzes erfolgreich operierte. Er stellte fest, dass es ein Wachstum bei Umsatz, Betriebsgewinn und Nettogewinn gab. In diesem Jahr wurden 200 Millionen Euro investiert, und nach mehreren Jahren der Vorbereitung wurde ein ehrgeiziger dreijähriger Investitionszyklus in Höhe von 600 Millionen Euro gestartet.

– Im vergangenen Jahr haben wir ein Drittel dieses Betrags in Wachstum und Entwicklung investiert. Zu den wichtigsten Investitionen gehören grüne Energie, der Bau des Marjan-Hotels in Split, die Verbesserung der Qualität des Tourismusangebots in Istrien und Zagreb sowie Investitionen im Gesundheitssegment von Croatia osiguranje. Der Bau von sechs Kraftwerken in Partnerschaft mit Encrom befindet sich in der Endphase, und ihre Inbetriebnahme ist derzeit im Gange. Dies hat es uns ermöglicht, ein gut ausgewogenes und an Adris angepasstes Portfolio von Wind- und Solarkraftwerken aufzubauen, das die Stabilität der erneuerbaren Energiequellen für das gesamte System gewährleistet und die Widerstandsfähigkeit der Gruppe gegenüber potenziellen weiteren Energieschocks stärkt. Bei der Umsetzung unserer Strategie investieren wir in die widerstandsfähigsten Segmente des Geschäfts, wie z.B. im Luxus-Tourismus, in Diversifizierung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Systems, in grüne Energie und in ergänzende Aktivitäten wie das Gesundheitswesen. Gleichzeitig verbessern wir durch digitale Transformation die Wettbewerbsfähigkeit und die operative Effizienz aller Geschäftssegmente. Trotz erheblicher Investitionen bleibt die Gruppe finanziell stabil, gering verschuldet und finanziell stark – schloss Remenar.

Konsolidierter Nettogewinn von 94 Millionen Euro

Im Jahr 2024 erzielte die Adris Group einen konsolidierten Gesamtumsatz von 1,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 10 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Der Umsatz aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen belief sich auf eine Milliarde Euro und liegt 10 Prozent über dem Umsatz des Vorjahres.

Das konsolidierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) betrug 185 Millionen Euro, was einem Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der ausgewiesene Nettogewinn für 2024 beträgt 87 Millionen Euro, was einem Wachstum von sechs Prozent entspricht. Der konsolidierte Nettogewinn aus dem regulären Geschäft beläuft sich auf 94 Millionen Euro. Der Nettogewinn nach Minderheitsanteilen beträgt 67 Millionen Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. Der Bericht hob hervor, dass der ausgewiesene Nettogewinn im Jahr 2024 von einmaligen Posten beeinflusst wurde, wobei der größte Einfluss von Abschreibungen im Zusammenhang mit dem neuen Investitionszyklus im Tourismus ausging. Die Geschäfte des Tourismussektors der Gruppe im Jahr 2024 waren auch durch die Erhöhung der Konzessionsgebühren, den inflatorischen Effekt der Arbeitskosten und den Anstieg der Abschreibungskosten belastet, wie in der Mitteilung angegeben.

Im Jahr 2024 investierte die Gruppe 200 Millionen Euro in das Wachstum und die Entwicklung ihrer Geschäfte, von denen 85 Millionen Euro für die Entwicklung von Projekten im Bereich grüne Energie vorgesehen waren. Die konsolidierte Verschuldung der Gruppe liegt bei 1,3 Mal EBITDA, was auf eine geringe Verschuldung und finanzielle Stabilität des Systems sowie auf ein erhebliches Investitionspotenzial für weiteres Wachstum und Entwicklung hinweist, so die Mitteilung.